Cloppenburg /Garrel Stabhochsprung gilt als eine der komplexesten Sportarten, einige sagen sogar, es sei die schwierigste überhaupt. Die einzelnen Bewegungsabläufe laufen so schnell hintereinander ab, dass die Athletinnen und Athleten am liebsten den Gesamtablauf ihrer Bewegung einmal in Schwerelosigkeit, ohne Kraftaufwand und wie in Zeitlupe ausprobieren wollen. Deshalb lässt der Kardiologe, Tauchmediziner und vereinsübergreifende Stabhochsprungtrainer Dr. Steffen Kosian seine Sportler auch mal an ungewöhnlichen Orten trainieren – und zwar unter Wasser.

Im Gegensatz zur Videoanalyse, bei der der Athlet sich selbst in Slowmotion sehen kann, bietet das Training unter Wasser einen unschlagbaren Vorteil: Die Athleten spüren und erleben den Bewegungsablauf in Zeitlupe ohne Kraftaufwand am eigenen Körper – zumindest, „so lange einem nicht die Luft ausgeht”, sagt Kosian schmunzelnd.

Kosian schwört auf die ungewöhnlichen Übungseinheiten, kann der Bewegungsablauf unter Wasser doch auch gefilmt und anschließend analysiert werden. „Zudem kann man unter Wasser die Aufwärtsbewegung der Athletinnen und Athleten korrigieren, eine Bewegung auch mal ,einfrieren’“, erklärt Kosian. „Eine solche Trainingseinheit kann man sehr gut auch noch mal nach einer anstrengenden Trainingswoche dazwischenschieben. Sie kostet kaum Kraft und schont den Athleten“, sagt der Mediziner.

Spaß mache das Training im Wasser auch noch. „Im angenehm warmen Schwimmbad der Gemeinde Garrel mit einer ausreichenden Tauchtiefe haben die Athletinnen und Athleten so die Möglichkeit, auch zukünftig dazuzulernen.“ Diese Chance nehmen laut Kosian auch einige Stabhochspringer aus Garrel und Cloppenburg wahr. Sie seien mit großem Einsatz dabei und machten unter Wasser eine besonders gute Figur.

Die Stabhochsprungathleten aus Oldenburg und Umgebung zeigten vor Kurzem erst wieder, wie gut sie trainieren. Bei einem Hallenwettkampf im Dezember in Ibbenbüren mit internationaler Beteiligung waren zehn Sportler aus der Stabhochsprunggruppe um Coach Kosian erfolgreich. Alle weiblichen Teilnehmer erzielten neue persönliche Bestleistungen. Besonders erwähnenswert war dabei die übersprungene Höhe von zwei Metern der erst elfjährigen Malaika Weinert (TSG Hatten-Sandkrug). Pia Focken (BV Garrel) schaffte mit 2,80 m Platz eins und die für dieses Jahr zweitbeste Höhe der U-18 in ganz Niedersachsen.

Die Gruppe mit Athleten aus Oldenburg, Sandkrug, Garrel, Molbergen und Cloppenburg freut sich immer wieder über Neuzugänge. Interessierte können sich bei Trainer Steffen Kosian unter Telefon   (0162/2110756) melden.

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