Laster umgekippt – Sperrung der A1
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 1 Minute.

Unfall Bei Vechta
Laster umgekippt – Sperrung der A1

Cloppenburg Es ist kurz vor 14 Uhr am Samstagnachmittag, als der bekannte Torjäger des Fußball-Erstligisten Werder Bremen, Claudio Pizarro, Cloppenburger Boden betritt. Lässig schwingt er sich aus dem Mannschaftsbus. Er lächelt und schlendert in den Kabinengang. Währenddessen ist der Südamerikaner vor der Kabine Gesprächsthema Nummer eins. „So, jetzt habe ich Claudio Pizarro gesehen. Nun könnte ich auch nach Hause gehen“, sagt eine Frau, und freut sich, den bekannten Sportler einmal aus der Nähe zu sehen.

Ein älterer Herr mit Schlapphut und Cordsakko, der die Ankunft des Bremer Mannschaftsbusses etwas abseits verfolgt, glaubt nicht, dass der Peruaner, der am 3. Oktober 40 Jahre alt wird, für den Verein eine echte Verstärkung ist. „Der Pizarro ist ein Stehgeiger. Der bewegt sich doch keinen Meter mehr im Spiel“, grummelt er.

Diese Worte hat Pizarro schon gar nicht mehr gehört. Kurze Zeit später steht der Torjäger auf dem Rasen und macht sich warm. Links neben ihm Werder-Kapitän Max Kruse und auf der rechten Seite von Pizarro Neuzugang Nuri Sahin. Als das Aufwärmen vorbei ist, zieht es die Spieler zurück in die Kabine. Mitten im Gang hören sie noch, wie Stadionmoderator Arnd Zeigler mit einem Augenzwinkern durchsagt, dass es heute keinen Videobeweis gibt. Pizarro spitzt die Ohren: „Wie, es gibt keinen Videobeweis?“, sagt er mit gespielter Entrüstung und muss selber dabei lachen.

Dann ist es 15 Uhr, und der Anpfiff ertönt. Bereits nach sechs Minuten zeigt Pizarro, dass sein Torriecher bestens funktioniert, und er keineswegs in die „Kategorie Stehgeiger“ gehört. Nach einem dicken Bolzen von Meppens Torhüter Erik Domaschke ist der Stürmer schnell zur Stelle und drückt den Ball zur Führung über die Torlinie.

Es wird auch schnell deutlich, dass Pizarro unter den 2500 Zuschauern, so fern sie mit dem SVW sympathisieren, im Stadion an der Friesoyther Straße den meisten Applaus bei seinen Aktionen bekommt. In der 19. Minute beweist Pizarro, dass er auch ein guter Vorlagengeber ist. Er bedient Osako, der auf 2:0 erhöht. Werder schießt gegen die Meppener fünf Tore. Zwei davon markiert Pizarro selbst, zwei bereitet er vor. Pizarro spielt durch, ist lauffreudig, beweglich und agiert mannschaftsdienlich. Am Ende gewinnt sein Team 5:2.

Doch an Feierabend ist für den Peruaner noch nicht zu denken. Pizarro schreibt Autogramme auf Eintrittskarten, Werder-Fähnchen und Trikots, steht für Fotos zur Verfügung, ehe es auch für ihn zum Duschen geht. Danach geht der Trubel um ihn in die nächste Runde. Ein peruanisches Fernsehteam steht in den Katakomben der Haupttribüne und bittet Pizarro zu einem Interview. Grelles Scheinwerferlicht ist auf ihn gerichtet. Dann legt der Reporter mit seinen Fragen los.

Drumherum ist es hektisch geworden. Türen gehen auf und zu. Spieler, Betreuer und Verantwortliche des SV Meppen und Werder Bremens machen sich auf zu ihren Bussen. Dazwischen Fans, die noch Autogramme und Fotos von den Fußballern abstauben wollen. Ein Stimmengewirr sondergleichen. Pizarro bleibt cool. Er lächelt die Hektik einfach weg und lauscht den Fragen des Reporters.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.