Cloppenburg Die Zeit ist reif. Fußball-Oberligist BV Cloppenburg muss jetzt endlich die Hosen runterlassen und zeigen, was wirklich in ihm steckt oder auch nicht. An diesem Sonntag macht sich der BVC-Tross auf zum Aufsteiger MTV Eintracht Celle, bei dem ab 14 Uhr ein dreifacher Punktgewinn Pflicht ist, wenn die Rücklichter des Tabellen-Mittelfelds sichtbar bleiben sollen. Das sieht Interimscoach Sebastian Schütte genauso. „Wir stehen vor einem Sechs-Punkte-Spiel. Unser Anspruch sind immer drei Punkte. Die Liga ist in dieser Saison viel enger zusammengerückt. Es gibt nach oben und unten keine Ausreißer.“

Das Kellerduell an der Aller ist für die Soestestädter der Auftakt zu einer stark richtungsweisenden Englischen Woche. Denn nur 48 Stunden später steigt im heimischen Stadion das Nachholspiel gegen den Vorletzten SVG Göttingen, ehe das Gastspiel bei Aufsteiger SSV Vorsfelde ansteht. Neun Punkte scheinen nicht utopisch, aber auch nicht unbedingt wahrscheinlich. Denn zu oft gingen im bisherigen Saisonverlauf die entscheidenden Szenen an die Gegner.

So auch bei der jüngsten 0:2-Heimschlappe gegen Atlas Delmenhorst. Anstatt im ersten Durchgang nach komfortablen Einschussmöglichkeiten einzunetzen und auf die Siegerstraße einzubiegen, klingelt es auf der anderen Seite nach einem eigenen Eckball. Hier muss Schütte den Hebel ansetzen.

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Wieder fit und vermutlich Startelfkandidat ist Dennis Mooy. Spielen wird auch der gegen Delmenhorst kurzfristig wegen „mentaler Probleme“ ausgefallene Sebastian Plog. Auf der anderen Seite sind Schlussmann „Didi“ Bangma und Innenverteidiger Christian Willen angeschlagen. „Ich hoffe, dass es bis zum Anstoß noch reicht“, so Schütte. Definitiv ausfallen wird Stürmer Aleksandar Kotuljac, der sich im Training eine Bänderverletzung abholte.

Derweil blieb wie Schütte auch Ex-Coach Petar Kosturkov bei seiner Premiere auf der Bank der Sportfreunde Schwäbisch Hall ohne Punkte. Das Schlusslicht der Verbandsliga Württemberg unterlag bei Normannia Gmünd mit 0:2.

Unterdessen könnte nach NWZ-Informationen Meppens einstiger Co-Trainer Jouke Faber in der Winterpause neuer BVC-Trainer werden. Der 55-jährige Ex-Profi, der nach seiner Meppener Zeit zunächst in Saudi-Arabien ein Nachwuchsteam und zuletzt bis Ende September den Schweizer Club Chur 97 coachte, saß im Schlepptau von Berater Karel Feeburg gegen Delmenhorst neugierig auf der Tribüne.

Feeburg hat beste Kontakte zum BVC-Präsidium, brachte er doch Spieler wie Ex-Torjäger Rogier Krohne an die Friesoyther Straße.

Die voraussichtliche BVC-Aufstellung: Bangma - Krumland, Willen, Plog, Mooy - Westerveld, Niemeyer, Schmidt - Iwauchi, Jacobs, Boungou.

Prominentester Celler ist Trainer Hilger Wirtz von Elmendorff

Der MTV Eintracht Celle ist ein 2005 entstandenes Fusionsprodukt. Wenige Jahre später scheiterte eine weitere Fusion mit dem einst zweit- und drittklassigen TuS Celle. Der Club hat einen ziemlich rasanten Aufstieg hinter sich. Im Sommer 2015 ging’s hoch in die Landesliga, die nur Durchgangsstation war. Zwei Jahre später folgte der Aufstieg in die Oberliga. Dort ist erwartungsgemäß seit Saisonbeginn Abstiegskampf angesagt.

Mit zehn Zählern auf der Habenseite rangieren die Kicker aus der Schloss-Stadt mit 70 000 Einwohnern auf dem drittletzten Platz. Prominentester Celler ist Coach Hilger Wirtz von Elmendorff, der bereits Arminia Hannover und Langenhagen erfolgreich coachte. Der 52-jährige sitzt im dritten Jahr auf der MTV-Bank. Einzuschätzen sind die Celler nur schwer. Die 2:8-Heimpackung gegen Northeim sorgte dafür, dass der Neuling mit 28 Gegentreffern ganz vorne liegt. 16 erzielte Treffer bedeuten ligaweit immerhin Platz acht.

Drei davon gelangen beim 3:1-Auswärtscoup in Bersenbrück. Als gefährlichster Stürmer hat sich der im Sommer neben elf weiteren Neuzugängen aus dem U-19-Team Eintracht Braunschweigs geholte Marvin Janke. Der Youngster knipste bereits viermal. Zuletzt mussten sich die nur nach dem siebten Spieltag einen Nichtabstiegsplatz belegenden Allerstädter bei Lupo Martini Wolfsburg knapp mit 0:1 geschlagen geben. Davor gab’s im heimischen Sportpark an der Nienburger Straße einen 2:0-Erfolg gegen Gifhorn.

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