Cloppenburg Es ist wieder so weit. An diesem Freitagabend erwartet Fußball-Oberligist BV Cloppenburg den SV Atlas Delmenhorst nach einer gefühlten Ewigkeit wieder zum Derby im Stadion an der Friesoyther Straße (Anstoß: 19.30 Uhr). Die bislang letzten Duelle fanden in der damals drittklassigen Regionalliga Nord in der Serie 1995/1996 statt. Auswärts holten die Cloppenburger an der Delme ein 2:2. Zu Hause gab’s ein 0:1. So ein Ergebnis soll und muss für die Gastgeber ein Tabuthema sein. Trotz des hart erkämpften 2:1-Erfolgs bei Arminia Hannover rangiert der BVC als 13. weiter auf dem ersten Regelabstiegsplatz.

Aber den Sprung ins Mittelfeld haben Spieler und Verantwortliche vor Augen. Personell gibt es nach dem harten „Fight“ in Hannover allerdings zahlreiche Fragezeichen. Vor dem Abschlusstraining am Donnerstagabend war der Einsatz von Christian Willen, Kristian Westerveld, David Niemeyer, Janek Jacobs und Marius Krumland fraglich. „Thomas Nieland und Jochen Wittstruck waren unter der Woche im Dauereinsatz. Sie haben alles gegeben“, lobt BVC-Interimscoach Sebastian Schütte die „Physios“ und hofft gleichzeitig, dass die angeschlagenen Spieler noch rechtzeitig fit werden.

Wer denn mittrainieren konnte, gab beim BVC Vollgas. „Speziell am Mittwoch war richtig Feuer drin. Die Jungs sind heiß auf Delmenhorst“, stellte Schütte fest. Für ihn selbst ist das Duell ein besonders spannendes Spiel. „Ich habe mehrere Atlas-Spieler schon in der Jugend trainiert, und ich kenne Trainer Jürgen Hahn sehr gut.“ Auf dem Rasen erwartet er „fußballerische Hektik“. „Das ist der Stil von Delmenhorst. Sie gehen permanent ins Pressing.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Analysiert haben er und Co-Trainer Theo Dedes den Nachbarn bis ins kleinste Detail. „Wir werden gut vorbereitet sein. Atlas ist sicher kein normaler Aufsteiger, aber auch nicht unschlagbar“, so Schüttes Einschätzung. Es lebt die Hoffnung, dem 2:1-Coup an der Leine im Oktober noch drei weitere Dreier folgen zu lassen. Erst recht, wenn Delmenhorst in die Knie gezwungen werden könnte, sollte die Mannschaft in der Lage sein, auch in Celle und im Nachholspiel gegen Göttingen erfolgreich abzuschneiden.

Derweil ist die Trainersuche an der Soeste vorerst auf Eis gelegt. „Bis zum Ende der Hinrunde wird sich da definitiv nichts tun“, stellt Schütte klar. Sollte sich der Erfolg einstellen, könnte A-Lizenzler Schütte wohl auch länger auf der Bank bleiben. Unterdessen wurde im BVC-Umfeld abermals Ex-Stürmer Olaf „Hotte“ Blancke als möglicher neuer Trainer gehandelt. Sicherer erscheint, dass es am Freitag einen Zuschauer-Saisonrekord geben wird. „Ich rechne mit 300 Atlas-Fans. Daher ist verdammt wichtig, dass unsere eigenen Anhänger alle ins Stadion kommen“, appelliert Schütte an die BVC-Fans.

Aufsteiger Atlas Delmenhorst führt Zuschauertabelle deutlich an

1973 gegründet, verschwand Atlas Delmenhorst 2002 nach einer Insolvenz vorübergehend von der Bildfläche. 2012 folgten die Neugründung des Clubs und ein kometenhafter Aufstieg. In einem Herzschlagfinale sicherten sich die Delmestädter unter der Regie von Trainer Jürgen Hahn im Sommer 2017 dank eines um drei Treffer besseren Torverhältnisses die Landesliga-Meisterschaft vor BW Lohne und feierten die Rückkehr in die Fünftklassigkeit. Im Atlas-Kader stehen zahlreiche Spieler mit Regional- und Oberligaerfahrung. Nach dem Aufstieg wurde personell auf Kontinuität gesetzt. Mit Nick Köster vom BV Cloppenburg wurde zudem ein echter Kracher an Land gezogen. Obwohl Neuling, sollten die Delmenhorster mit dem Abstiegskampf nichts zu tun bekommen. Aktuell rangiert das auswärts zuletzt viermal ungeschlagene Hahn-Team mit 13 Punkten auf Platz neun. Bei Titelanwärter Northeim wurde mit 3:0 gewonnen. Gegen Bersenbrück gelang ein 1:1. Dennoch ist der Abstand zu den Abstiegsplätzen mit zwei Punkten gering. Zuletzt mussten die ersatzgeschwächten „Blau-Gelben“ sich im heimischen Düsternort-Stadion Lupo Martini Wolfsburg mit 1:3 geschlagen geben. Absolute Spitze ist Atlas derweil in der Zuschauergunst. Im Schnitt rund 900 Fans besuchten die fünf Heimspiele, wo es aber nur gegen den MTV Celle einen Dreier gab. Auch auswärts sorgen die Delmenhorster Anhänger regelmäßig für gute Stimmung.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.