Cloppenburg Sie sehen es als eine Art Bonusspiel an. Keiner kann von ihnen erwarten, in dieser Partie zu punkten. Sie haben keinen Druck, ganz anders als im letzten Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten SV Weinberg (2:2), als sie eine 2:0-Führung innerhalb von zwei Minuten verspielten. Und vielleicht führt ja gerade dieser Außenseiterstatus einmal mehr zu einem Erfolgserlebnis für die Zweitliga-Fußballerinnen des BV Cloppenburg. Schließlich nehmen sie gerne die Rolle des Underdogs an. So wie im Spiel beim FC Bayern II, dem sie einen Punkt abknöpften. Oder in der Hinrundenpartie gegen den VfL Wolfsburg II, den sie mit 1:0 bezwingen konnten. An diesem Sonntag wollen sie dieses Kunststück ab 14 Uhr in Wolfsburg wiederholen.

Die Bundesliga-Reserve des VfL führt die Zweitliga-Tabelle an, das war ja aber auch Anfang November so, als Natsuki Kishikawa per Kopf zum BVC-Sieg gegen die Wölfinnen traf. „In dem Spiel haben wir verhindert, dass der VfL seine Stärken ausspielen konnte“, sagt BVC-Trainerin Tanja Schulte.

„Wir waren früh an den starken Außenspielerinnen dran, und die Sechser haben gut nachgeschoben. So konnten sie auf den Außen keine Überzahlsituationen schaffen“, erklärt die 44-Jährige, die sich die Aufzeichnung des Hinspiels noch einmal angeschaut hat und erstmals nach ihrer Babypause wieder auf die ursprüngliche Kapitänin Daniela Löwenberg setzen kann. „Sie wird natürlich nicht von Anfang an spielen, aber ihre Erfahrung macht uns so schon stärker.“

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Und stark will der Gast am Sonntag aufspielen. Schließlich könnte der BVC nach der laut Schulte „gefühlten Niederlage“ gegen Weinberg Bonuspunkte gut gebrauchen. Das drei Punkte-Polster zwischen sich und der Abstiegszone eignet sich nun wirklich nicht als Ruhekissen.

„Wir treten mit derselben Viererkette wie im Hinrundenspiel an“, freut sich Schulte. Allerdings befürchtet sie, dass Angreiferin Agnieszka Winczo nach ihrer Reise mit der polnischen Nationalmannschaft – zu Hause gab es ein 1:1 gegen Italien, in Finnland eine 0:1-Niederlage – „nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sein wird“.

Und auch der Sturm dürfte von den Wölfinnen enorm gefordert werden. Schließlich hat die VfL-Reserve in 20 Spielen gerade einmal 19 Tore kassiert. Aber manchmal reicht ja schon ein einziger Treffer, das hat das Hinrundenspiel schließlich gezeigt . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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