Cloppenburg Die Fußball-Legende Fritz Walter – der am Samstag 31. Oktober 2020 100 Jahre alt geworden wäre – soll in seiner Karriere über 1000 Tore geschossen haben. Eine magische Zahl, doch Walters Torriecher war ausgeprägt. Die fußballerischen Fähigkeiten des Ausnahmekönners aus Kaiserslautern bekamen die Einwohner Cloppenburgs am 4. März 1944 zu sehen.

Starke Auswahl

Seinerzeit gastierte die berühmte Soldaten-Elf „Rote Jäger“ auf dem Gelände am Rennplatz. Die mit zahlreichen Nationalspielern gespickte Auswahl spielte aber nicht gegen den BV Cloppenburg, sondern gegen eine Kombination aus den Mannschaften Luftwaffen-Sportverein (LSV) Ahlhorn und Reichsbahn Cloppenburg.

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„Rote Jäger“

Weil die „Roten Jäger“ seinerzeit keine Heimspiele hatten, teilten sie sich die Bruttoeinnahmen zur Hälfte mit dem jeweiligen Gastgeber. Die Kasse der „Roten Jäger“ hatte zwischenzeitlich sogar die 50 000-Reichsmark-Grenze geknackt. Mit dem Geld unterstützten die „Roten Jäger“ unter anderem die Hinterbliebenen von gefallenen Kameraden aus dem Geschwader. Die Spieler der Soldaten-Elf erhielten für ihr Mitwirken ein Taschengeld, wie Fritz Walter (1920 - 2002) in seinem Buch „11 Rote Jäger - Nationalspieler im Kriege“ schrieb.

Die Mannschaft um Fritz Walter setzte sich zusammen aus Mitgliedern eines Luftwaffengeschwaders welches zum damaligen Zeitpunkt in Jever stationiert war. Jene Mannschaft war damals angesichts der Masse an Klassespielern und ihrer starken Auftritte ungemein populär.

Macher der Mannschaft war der Luftwaffenoffizier Hermann Graf. Ein damaliger Kriegsheld, der selbst begeisterter Torhüter war.

bekannte Namen

Graf war mit einer namhaften Truppe nach Cloppenburg gereist. Neben Walter (1. FC Kaiserslautern) waren unter anderem Alfons Moog (VfL Köln 1899) und Franz Hanreiter (SK Admira Wien) in diesem Aufgebot dabei. Die Spieler vom LSV Ahlhorn und Reichsbahn Cloppenburg waren ebenfalls den Fußball-Fans bekannt. So spielte in jener Auswahl zum Beispiel Werner Strauch (Dresdner SC). Coach der Mannschaft war Karl Vetter (VfR Mannheim), der auch selber noch mitspielte.

Die Eintrittskarten fanden bereits im Vorfeld der Partie einen reißenden Absatz. So war es auch nicht verwunderlich, dass zum Spiel mehrere tausend Zuschauer auf die Anlage am Rennplatz strömten. Sie erlebten eine Partie, in der die „Roten Jäger“ bereits im ersten Abschnitt ihre Klasse aufblitzen ließen.

Der Außenseiter hielt zwar sehr gut mit, doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit machten die Gäste auch Tore. Bereits zur Halbzeitpause führte die Soldaten-Elf 3:0. Am Ende hieß es 6:0 für den Favoriten.

Den 3:0-Pausenstand besorgte Walter, als er einen Alleingang erfolgreich abschließen konnte. Walter hatte jedoch gegen seinen stark aufspielenden Gegenspieler Streubel einen schweren Stand gehabt.

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