Cloppenburg /Delmenhorst Auch wenn Platz vier in der Abschlusstabelle der Handball-Oberliga feststand, TVC-Trainer Barna-Zsolt Akacsos hätte die Saison allzu gerne mit einem Sieg bei der HSG Delmenhorst beendet, schließlich ärgerte die 19:28-Packung vom Dezember in eigener Halle immer noch.

Doch diese Revanche fand nicht statt. „Eine ärgerliche, wie unnötige Niederlage. Es war jedenfalls unser schlechtestes Spiel in der Rückrunde“, sagte Akacsos nach dem 29:31 (16:16). Dafür gab es einige Gründe. So hatte der Coach der Gäste nur vier gestandene Rückraumspieler zur Verfügung. Und wenn Akteure wie Mark Schulat und Niels Uwe Hansen, die zuletzt starke Leistungen gezeigt hatten, sich ausnahmsweise außer Form präsentieren, wird es schon eng gegen eine heimstarke und zweitligaerfahrene Mannschaft wie Delmenhorst.

Hinzu kam, dass weder Hendrik Legler noch Nils Buschmann im Tor Normalform brachte, was der HSG die Trefferausbeute erleichterte. Vor allem auf den Halbpositionen im Rückraum rappelte es gewaltig durch Tim Coors (neun Tore) von rechts und Jörn Janßen (zehn) von links. So wechselte Akacsos nach seiner frühen ersten Auszeit (11.) Legler aus, brachte Buschmann, tauschte nach der Pause erneut, doch der erhoffte Effekt und die Impulse blieben aus, weil auch die Abwehr des TVC nicht wie gewohnt funktionierte.

„Uns fehlte auch mit Tobias Freese eben der Lenker und Denker in der Zentrale“, sagte Akacsos, der kurz überlegte, in der zweiten Halbzeit auf eine 3:2:1-Abwehr umzustellen. Doch angesichts der personellen Situation und der fehlenden Bissigkeit verzichtete er auf diese noch kräftezehrende Variante, ließ es zunächst es bei der 6:0-Formation, die für eine völlig ausgeglichene erste Halbzeit und danach bis zum 25:25 (51.) noch für ein einigermaßen offenes Spiel sorgte.

Daran hatte neben dem starken Vincent Saalmann ausgerechnet Lennart Witt – mit acht Treffern bester TVC-Schütze – großen Verdienst, der seinem kommenden Club bewies, was der für eine wertvolle Verstärkung zu erwarten hat. Witt war es auch, der, als der TVC auf eine 4:2-Abwehr umstellte (54.), den 25:28-Rückstand (54.) auf 29:30 (60.) verkürzte. Doch 40 Sekunden vor Schluss jagte Schulat bei TVC-Überzahl den Ball in den Abwehrblock, und die HSG machte mit dem 31:29 13 Sekunden vor Ende alles klar.

Nach leichtem Training in der kommenden Woche ist beim TVC eine Pause angesagt, ehe es Anfang Juli wieder losgeht. Ende Mai sollen die letzten Neuverpflichtungen feststehen. Viele Testspiele plant der TVC-Trainer. So geht es unter anderem wieder zum Turnier nach Neerstedt, liegt erstmals eine Einladung aus Oldenburg zu einem Turniervergleich mit unter anderem Zweitligisten vor. Auch ein Test gegen  Hurry Up Emmen (niederländischer Erstligist) ist geplant.

TVC: Legler, Buschmann, Thomann - Koellner (2), Harms (4/2), Witt (8), Danielzik, Schulat (2), Hansen (2), Saalmann (6), de Raad (2), Lugosi (3), Krix.

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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