Cloppenburg /Cappeln Während die Fußballer in der Sommervorbereitung auf den Sportplätzen oder bei kernigen Waldläufen schwitzen, wird auch in unserer Sportredaktion rotiert. Schließlich gilt es das Fußball-Sonderheft der NWZ, den „Steilpass“ (Erscheinungstermin: Freitag, 4. September 2020) auf die Beine zu stellen. Seit rund 30 Jahren gibt es das Sonderheft, was die hiesigen Fußball-Fans unserer Amateurclubs über ihre Vereine informiert.

wechselnde Namen

Doch der „Steilpass“ hatte in früheren Zeiten andere Namen gehabt. Anfangs hieß die Sonderbeilage der Nordwest-Zeitung „Zwischen den Spielzeiten“. Später wurde der Name in „Tore, Trainer, Taktiken“ umgeändert, ehe die Beilage den Titel „Steilpass“ erhielt.

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Das Aufgebot SVC

Der Kader des SV Cappeln in der Saison 1988/1989:

Zugänge Ludger Tönnies (DJK Elsten), Franz-Josef Tegenkamp (BW Lüsche), Ibrahim Populescu (Partizan Belgrad), Ansgar Untiedt, Siegfried Bohmann (eigene Jugend)

Abgänge L. Bäker (Tungeln)

Aufgebot R. Dasenbrock, F.J. Tegenkamp, I. Pupolescu, L. Hannöver, L. Ostermann, H. Kahl, B. Poppe, M. Niemöller, Cl. Poppe, W. Untiedt, K. H. Lünsmann, Cl. Bullermann, M. Bäker, L. Meyer, L. Tönnies, H. Dwertmann, A. Lünsmann, G. Eilers, A. Untiedt, S. Bohmann. Trainer: Hubert Bothe.   STT

Als es noch keine Sonderhefte gab, wurden die Kader der hiesigen Clubs auf Sonderseiten veröffentlicht. Dabei sorgte vor allem die Kader-Liste des SV Cappeln vor der Saison 1988/1989 für helle Aufregung.

Schlagzeile

Alleine schon die Schlagzeile „SV Cappeln kickt mit Pupolescu von Partisan Belgrad“ machte die fußballbegeisterten Leser neugierig. Schließlich ist Partizan Belgrad ein bekannter Club, und alle Welt wunderte sich, dass ein Spieler von Belgrad in die Kreisliga wechselte. Die Spieler von Cappeln wunderten sich auch. „Keiner wusste ja so genau, wo der Bursche herkam. Es könnte sein, dass er ein Flüchtling aus dem damaligen Jugoslawien gewesen ist“, erinnert sich Ludger Meyer. Er spielte mit Pupolescu in Cappeln zusammen. „Theoretisch hätte er ja auch für die fünfte Mannschaft von Partizan gespielt haben können“, meinte Meyer und lacht.

Konkurrenten

Die Kreisliga-Konkurrenten waren ebenfalls erstaunt, und die Cappelner wurden durch diesen Sommer-Transfer mit ganz anderen Augen gesehen. „Viele Clubs aus der Liga hatten wohl gedacht, dass wir jetzt richtig durchstarten würden“, so Meyer. Aber in Cappeln blieben sie auf dem Teppich. Das Saisonziel der Truppe um Trainer Hubert Bothe hieß Klassenerhalt.

Schnell wurde klar, dass Populescu Schwierigkeiten hatte, auf Dauer in der ersten Mannschaft mitzuhalten. „Er hat noch ein paar Spiele in der Zweiten absolviert und war dann wieder verschwunden“, so Meyer. In Vergessenheit geraten ist das Gastspiel von Populescu nicht. So wurde auch in der Chronik des SV Cappeln zum 50-jährigen Bestehen des Clubs (1997) an ihn erinnert.

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