Cloppenburg /Bakum Er sei ein Zuschauermagnet, einer der sich nicht verbiege – und er sei immer für eine Überraschung gut. So sprechen ehemalige Weggefährten über den Bakumer Ansgar Brinkmann. Der ehemalige Profifußballer kämpft aktuell im mehr als 16.000 Kilometer entfernten australischen Dschungel zusammen mit elf anderen mehr oder weniger prominenten Kandidaten in der RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ um den Titel „Dschungelkönig“.

„Ich habe 20 Jahre im Fußball nix gewonnen, da brauche ich auch kein Dschungelkönig zu werden“, sagte der ehemalige Spieler des BV Cloppenburg noch vor seinem Einzug ins Dschungelcamp. Doch auch ohne Titel hat sich Brinkmann im Fußball einen Namen gemacht – auf und neben dem Platz. So sorgte er beispielsweise Anfang der 2000er für Schlagzeilen, die ihm den Spitznamen „Trinkmann“ einbrachten. Er flüchtete in Osnabrück zu Fuß vor einer Alkoholkontrolle und stellte sich erst Stunden später auf dem Revier, um den Fahrzeugschlüssel abzuholen.

Kurze Zeit beim BVC

Auch während seiner Zeit in Cloppenburg fiel der Bakumer Mittelfeldspieler auf. Zur Saison 1997/1998 wechselte er vom damaligen Zweitligisten FC Gütersloh zum Oberligisten BVC – und entwickelte sich schnell vom Hoffnungsträger zum Sündenbock: Noch vor Saisonbeginn wurde er von Trainer Wolfgang Steinbach zum Mannschaftskapitän ernannt – nur drei Monate später folgte die Beurlaubung nach deutlicher Kritik an seinem Trainer. „Ich wurde zum alleinigen Sündenbock für die sportliche Misere gestempelt“, beklagte Brinkmann im November 1997 in der NWZ.

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Nach Einsätzen in Cloppenburgs zweiter Mannschaft folgte im Dezember 1997 der Wechsel zum damaligen Zweitligisten Eintracht Frankfurt – und nach der Saison der Aufstieg in die Bundesliga.

„Ansgar ist dem Fußball immer treu geblieben“, sagt Christian Neidhart. Mit dem aktuellen Trainer des Drittligisten SV Meppen spielte Brinkmann beim BVC zusammen. „Wir haben auch heute noch Kontakt. Im Januar haben wir uns bei einem Hallenturnier getroffen, und er hat mir erzählt, dass er in den Dschungel geht. Er meinte, es sei genau der richtige Zeitpunkt, das zu machen“, erzählt Neidhart und ergänzt: „So, wie die Zuschauer ihn im Fernsehen erleben, ist Ansgar auch privat. Er verstellt sich nicht.“ Ob es für seinen ehemaligen Teamkollegen zum Titel „Dschungelkönig“ reichen könnte, weiß Neidhart nicht. „Jeder, der Ansgar kennt, weiß, dass er immer für eine Überraschung gut ist.“

Das bestätigt auch ein weiterer Spieler der Cloppenburger Mannschaft von 1997: Predrag Uzelac. „Er ist der richtige Typ für den Dschungel. Und er ist ein Zuschauermagnet“, sagt der ehemalige Spieler des BVC.

Inzwischen spielt der gebürtige Bakumer wieder in seiner Heimat – bei der Altherrenmannschaft von Blau-Weiß Lüsche. „Ansgar ist sehr heimatverbunden“, erzählt ein Teamkollege aus Lüsche. Mehrmals pro Woche hätten die beiden Kontakt. „Wir sind gut befreundet“, sagt er und ergänzt: „Ansgar hatte mich gebeten, ihn nach Australien zu begleiten, aber das ging leider nicht bei mir.“ Nach Meinung seines Teamkollegen halte sich Brinkmann noch zurück im Dschungelcamp. „Aber dieser positive Mensch, den man im Fernsehen sieht, der ist er wirklich. Und er mag zwar ein paar Eskapaden gehabt haben, aber letztendlich war er immer ein Teamplayer – und das merkt man auch im Dschungel“, sagt der Freund, der Brinkmann schon seit 20 Jahren kennt. „Ich drücke ihm auf jeden Fall die Daumen, dass er Dschungelkönig wird.“

Hier lesen Sie einen Blogbeitrag zum Thema: „Bätschela! Und? Wer geht mal ins Dschungelcamp?“

Nach dem Aufenthalt in Australien werden die beiden Freunde einen Skiurlaub zusammen verbringen, „auch wenn der Rummel um ihn dann noch größer sein wird als vor dem Dschungelcamp.“

Erste Dschungelprüfung

Während viele seiner Weggefährten verfolgt haben, wie sich der Bakumer in der ersten Dschungelprüfung geschlagen hat oder wie er als Hahn im Korb mit mehreren leicht bekleideten Frauen im „See“ badete, hat Brinkmanns ehemaliger BVC-Trainer Wolfgang Steinbach mit dem Dschungelcamp dagegen nichts am Hut. „Ich habe keinen Kontakt mehr zu ihm“, sagt er über Brinkmann. Auch sonst habe er über seinen ehemaligen Spieler nichts zu erzählen.

Im Gespräch ist Brinkmann dagegen bei den Zuschauern der Sendung – über sechs Millionen schalten täglich ein. Wie weit der Bakumer kommt, und ob es für den Titel „Dschungelkönig“ reicht, wird sich nächste Woche zeigen: Dann scheidet jeden Tag der Kandidat mit den wenigsten Zuschaueranrufen aus. Das Finale mit den drei beliebtesten Dschungelcampern steigt dann am Samstag, 3. Februar.

Gloria Balthazaar Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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