Cloppenburg Viele Gruppen und Vereine, Schüler und Sportler sind in den vergangenen Wochen künstlerisch aktiv geworden und haben Stühle bemalt, verziert und zu ihrem Wohlfühlplatz gestaltet. Warum Stühle? Der Caritas-Verein Altenoythe startete ein Projekt unter dem Motto „Nimm Platz – Und einfach leben.“ Damit sollte ein Zeichen gesetzt werden für Inklusion und ein gemeinschaftliches Leben.

Aus 55 einzelnen Beiträgen ist eine eindrucksvolle Ausstellung entstanden. Diese haben Landrat Johann Wimberg und der Caritas-Verein Altenoythe am Dienstag im Kreishaus in Cloppenburg eröffnet. Viele Gäste sind gekommen, um das Ergebnis ihrer langen Arbeit zu sehen – der Ratssaal war während der Eröffnungsfeier bis in die letzten Reihen gefüllt.

Insgesamt nahmen über 500 Menschen an der Aktion teil, heißt es vom Landkreis Cloppenburg. Entweder arbeiteten sie in inklusiven Gruppen zusammen oder setzten mit ihrem Beitrag ein Zeichen für Inklusion.

Auf die Wichtigkeit eines gemeinschaftlichen Miteinanders ging Wimberg in seiner Rede ein: „Wir möchten alle einen Wohlfühlplatz finden. Jedem Menschen sollte ein Platz in der Gesellschaft gewährleistet werden – egal ob mit oder ohne Behinderung.“ Von der Zusammenarbeit in den Gruppen zeigte sich Andreas Wieborg, Vorstand des Caritas-Vereins Altenoythe, beeindruckt: „Es war ein Projekt, was eine unheimliche Dynamik entwickelt hat.“ Vom Ergebnis und der Vielfalt der Kunstwerke schließlich war Projektleiterin Irene Block vom Caritas-Verein begeistert: „Mir ist dadurch noch einmal klar geworden, dass es nicht den einen Blick auf die Welt gibt. Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von einem Wohlfühlplatz.“

Zur Unterhaltung der Gäste trug der inklusive Chor „Happy Singers“ der Sozialen Arbeitsstätte Altenoythe bei sowie die Tanz-AG und die „Stomp-Gruppe“ der Tagesbildungsstätte Sophie-Scholl-Schule. Drei inklusive Gruppen berichteten von der Zusammenarbeit während der Projektphase. Zum Beispiel der Kunstverein Friesoythe, der mit den Malprofis & Co der Sozialen Arbeitsstätte Altenoythe eine Bank gestaltet hat. Von Anfang an sei eine „unglaubliche Herzlichkeit“ dagewesen.

Die Stuhlkunst-Aktion ist Teil des Gemeinschaftsprojekts „KunstBurg“ des Gemeindepsychiatrischen Zentrums Cloppenburg (GPZ), des St. Leo Stifts Essen, der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg und des Caritas-Vereins Altenoythe. Es wird von Aktion Mensch gefördert.


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Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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