Cappeln /Löningen /Cloppenburg Die Volleyball-Verbandsligisten gewannen in Lingen. Allerdings musste der VfL Löningen seine Stärke im Tiebreak bemühen.

Volleyball, Damen Verbandsliga: MTV Lingen - SV Cappeln 1:3 88:94 (25:19, 23:25, 22:25, 18:25). Ein Drittel der Saison ist für die meisten Teams absolviert, und der SV Cappeln steht mit 13 Punkten zum zweiten Mal ganz oben in der Tabelle, allerdings hat die Mannschaft nur vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenneunten und damit den ersten Abstiegsplatz.

Entsprechend eng ging es auch beim MTV Lingen zu. „Beide Mannschaften agierten, wie erwartet, auf Augenhöhe und schenkten sich nichts“, sagte Trainer Ludger Ostermann. Schließlich hätte Lingen bei einem positiven Ergebnis selbst Spitzenreiter werden können. „Aber am Ende war die Fehlerquote bei Lingen etwas zu hoch, und wir hatten das bessere Ende für uns“, sagte Ostermann.

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Cappeln bot eigentlich einen Auftakt nach Maß, als es nach Veronika Möllers Aufschlagserie und Hannah Thunerts Angriffen aus allen Lagen gleich 5:0 und über ein 10:5 nach 16:11 schon ein wenig nach einem Satzsieg aussah. Die Gäste schalteten zu früh einen Gang zurück, was in dieser Liga prompt ins Auge geht. Cappeln kassierte einige gute Aufschläge, konnte nach vorne keinen Druck mehr aufbauen und musste mit 19:25 den Satz doch noch abgeben.

Auch im zweiten Abschnitt hielt der Gast einen anfänglichen Fünf-Punkte-Vorsprung nicht, weil Lingen immer wieder mit gelegten Bällen punktete. Aber als Cappelns wieselflinke Libera Romy Kokenge die Legebälle immer wieder „ausgrub“, lief es besser. Spätestens als Katharina Ostermann mit guten Aufschlägen aus einem 17:19 ein 21:19 machte, lockte der Satzausgleich, der aber trotz einer 24:20-Führung erst mit dem 25:23 perfekt gemacht wurde.

Der dritte Durchgang stand dann im Zeichen von Karoline Meyer, die zunächst mit einer tollen Aufschlagserie aus einem 1:4 ein 8:4 machte und anschließend im Angriff weiter fleißig Punkte sammelte. Cappeln verspielte den Vorsprung nicht mehr, weil auch der Mittelangriff besser ins Spiel kam und immer wieder über Außen „Einerblocksituationen“ schaffte. Zudem stabilisierte Sonja Heyer die Annahme entscheidend, so dass ein knappes, aber verdientes 25:22 die Folge war.

Den vierten Satz gewann dann Lena Jansen nahezu im Alleingang. Zehn raketenstarke Aufschläge wurden so unkontrollierbar, dass Cappelns 13:5-Führung wie ein Schock auf Lingen wirkte. Die Gäste zogen ihr Spiel durch und gewannen mit dem 25:18 das Spiel. Die Tabellenführung könnte aber in der nächsten Woche schon wieder verloren werden, da Cappeln spielfrei ist, und die Konkurrenz punkten wird.

In 14 Tagen kommt es dann am Samstag, 30. November, wegen des Sportlerballs bereits um 13 Uhr zum Spitzenspiel gegen den SC Union Emlichheim IV (zur Zeit Tabellenzweiter). Dann wird der Name Judith Thierbach aber nicht mehr auf dem Spielberichtsbogen des SV Cappeln stehen. Sie heiratet unter der Woche und nimmt den Namen „Theilmann“ an.

MTV Lingen - VfL Löningen 2:3 106:105 (25:18, 19:25, 25:21, 24:26, 13:15). Stark ersatzgeschwächt mussten die Löningerinnen nach Lingen fahren. Beide Libera, Verena Beckmann und Anemone Jansen, waren wegen Grippe ausgefallen. Mittelangreifer Lisa Kordes fiel mit Fußverletzung aus. Zuspielerin Anne Hölzen war trotz Erkrankung, aber nur als Notnagel mit dabei. So trat Lea Grönheim wieder einmal als Libera an, übernahm Henrike Köster die Position als Mittelangreiferin.

Im ersten Satz wurden zu viele Eigenfehler von den Löningerinnen produziert, was folgerichtig zum deutlichen Satzverlust mit 18:25 führte.

Im zweiten Satz wurde die Fehlerquote drastisch reduziert und im Angriff der Druck erhöht, woran vor allem Franziska Koop großen Anteil besaß. Somit konnte mit dem 25:19 der Satzausgleich hergestellt werden.

Im dritten Abschnitt schlichen sich viele Fehler bei den Löningerinnen im Aufschlag ein, so dass die gute kämpferische Leistung immer wieder selbst zunichte gemacht wurde. Lingen nutzte diese Mängel mit einem 25:21 und führte 2:1 nach Sätzen.

Danach wurde das Spiel zunehmend hektischer. Aber durch großen Kampfgeist konnten oft die entscheidende Bälle von den Löningerinnen gewonnen werden. Vor allem Maria Büter war von Lingen nicht mehr aufzuhalten und punktete sowohl mit harten Angriffen als auch mit cleveren Lobs. In der Verlängerung von Satz vier gelang dem VfL dann mit dem 26:24 der erneute Satzausgleich und der Einzug in den Tiebreak. Der ist für Löningen eine sichere Bank, denn seit zwei Jahren haben die Löningerinnen kein Fünf-Satz-Spiel mehr verloren – so wie jetzt in Lingen.

Herren Landesliga: TuS Bloherfelde - TV Cloppenburg 2:3 101:98 (22:25, 25:13, 17:25, 25:20, 12:15). Die Cloppenburger starteten gut und führten schnell mit 7:2. Bloherfelde kam zwar auf 22:23 heran, doch Cloppenburg gewann den Satz mit 25:22. Im zweiten Satz ging Bloherfelde mit 7:2 und 20:8 in Führung und glich mit dem 25:13 aus.

Im dritten Satz kamen die Cloppenburger wieder besser ins Spiel, siegten mit 25:17 und hatten damit schon einen Punkt sicher. Den Start in den vierten Satz verschliefen die Cloppenburger mit 0:7 und so musste nach dem 20:25 der Tiebreak entscheiden.

Im spannenden Tiebreak, der nach einem 7:7 in einer etwas vergifteten Atmosphäre von den Cloppenburgern mit 15:12 gewonnen wurde, hätten beide Mannschaften gewinnen können. Nach dem Schlusspfiff kam es noch zu Wortwechseln und Rangeleien, die von den Schiedsrichtern nicht gesehen wurden.

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