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KREIS CLOPPENBURG Ernüchterndes Wochenende für die Oberliga-Handballerinnen des Kreises Cloppenburg: Während der BV Garrel am Sonnabend durch eine 24:26-Niederlage bei Schlusslicht HSG Nordhorn den Anschluss an die Spitzengruppe verloren hat, vergab der SV Höltinghausen die Chance, einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Das Team von Trainer Torsten Landwehr musste sich am Sonnabend zu Hause dem Tabellen-Zwölften TSV Morsum mit 21:22 geschlagen geben. In Hälfte eins hatte das Team aus der Gemeinde Emstek gerade einmal sieben Tore geworfen.

HSG Nordhorn - BV Garrel 26:24 (13:14). „Wir waren einfach schlecht. Es gelingt uns nicht, uns selbst aus dem Sumpf zu ziehen“, sagte eine enttäuschte Ines Langkabel, BVG-Rückraumspielerin und Co-Trainerin, nach der dritten Niederlage im sechsten Spiel des Jahres. „Wenn ich mir die letzten drei, vier Monate anschaue, fällt mir nur ein Spiel ein, in dem wir überzeugt haben: im November gegen Wilhelmshaven.“

In Nordhorn hatten die Zuschauer eine ausgeglichene erste Halbzeit gesehen. „Am Anfang war zumindest unsere Abwehr stabil, das sollte sich im Laufe des Spiels aber auch noch ändern“, sagte Langkabel. Das Angriffsspiel der Garrelerinnen genügte den eigenen Ansprüchen von Beginn an nicht: „Wir haben nicht ordentlich zusammengespielt und immer wieder überhastet abgeschlossen.“

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So führte der Außenseiter aus der Grafschaft Bentheim zwischenzeitlich schon 6:4. Allerdings schlug die Mannschaft von Trainerin Birgit Deeben zurück, um dann doch noch mit einer knappen Führung (14:13) in die zweite Hälfte zu gehen.

In der ersetzte Laura Krogmann Torhüterin Steffi Aumann, die wie der Rest des Teams nicht gerade ihren besten Tag erwischt hatte. Zwar parierte Krogmann den einen oder anderen Ball, absetzen konnte sich der BVG dennoch nicht. „Nordhorn hat gekämpft, während wir uns mehr oder weniger in unser Schicksal ergeben haben“, ärgerte sich Langkabel. So führte Nordhorn mit 20:18, 22:20 und – kurz vor Schluss – mit 25:24. Nun ergab sich noch einmal die Chance für Garrel, den Ausgleich zu erzielen. Der BVG traf den Innenpfosten, kam noch einmal zum Wurf und scheiterte an Nordhorns Torhüterin.

Im Gegenzug machte die HSG dann alles klar, wodurch sie die Rote Laterne an Stade II weitergab. Für Garrel gab es dagegen nur einen kleinen Lichtblick: Außenspielerin Kerstin Aumann hatte nach einem Jahr ausgerechnet an dem Ort, an dem sie sich verletzt hatte, ihr Comeback gegeben.

„Das war aber auch das einzig Erfreuliche“, sagte Langkabel. „Wir haben so viel geredet und das Training auf Wunsch der Spielerinnen umgestellt – das hat offenbar nichts gebracht. Nun müssen wir im Spiel gegen das Team unseres ehemaligen Trainers versuchen, aus dem Tief rauszukommen.“ Am kommenden Sonntag (17 Uhr) spielt der BVG bei Werder Bremen II, das von Jörg Leyens gecoacht wird.

BVG: S. Aumann, Krogmann - Fietzek (4), Hegeler (2), M. Deeben (3/2), Anuszewska, K. Aumann, Hüls, Biller (2), A. Aumann (5), Möller (1), Langkabel (7/3), von Aschwege.

SV Höltinghausen - TSV Morsum 21:22 (7:14). „Das war einfach miserabel. Wir haben in der ersten Halbzeit Angsthasen-Handball gespielt“, ärgerte sich Coach Landwehr über die ersten 30 Minuten seiner Mannschaft. „In der Pause habe ich dem Team eine Standpauke gehalten, und in der zweiten Hälfte lief es dann auch besser. Aber wir hatten das Spiel schon im ersten Abschnitt verloren.“

So lag der SVH nach den Anfangsminuten mit 0:5 zurück. „Unsere Torhüterin wurde alleine gelassen, das geht einfach nicht“, schimpfte Landwehr. Allerdings wurde es nur kurzzeitig besser. Zwar kam Höltinghausen bis auf 5:7 heran, anschließend setzten sich die aggressiven Gäste aber wieder deutlich ab.

In Hälfte zwei sahen die Zuschauer dann den wahren SVH, und fast hätte es für die Gastgeberinnen noch zum Punktgewinn gereicht. Beim Stand von 20:21 wurde Wiebke Neelen gleich zweimal vom Schiedsrichtergespann zurückgepfiffen. „Zumindest einmal zu Unrecht“, meinte Landwehr. „Aber das lasse ich nicht als Grund für die Niederlage gelten. Die haben wir uns schon selbst zuzuschreiben.“

Sollte sein Team am kommenden Sonnabend (17.30 Uhr) in Bohmte auftreten wie in Halbzeit eins, werde es eine Klatsche kassieren.

SVH: Meyer, Oppermann - T. Hofmann (1), Vossmann (6), Tietjen (2), E. Hofmann (6), Lemcke (2), Neelen (3), T. Böckmann (1), Emke, Grafe, Kiel, Klein, L. Walter.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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