CLOPPENBURG Die „Wundertüte von der Weser“ ist zuletzt zwar immer öfter baden gegangen, davon lässt sich Tanja Schulte aber nicht blenden. Dass die Elf Werder Bremens, die sich mit schwankenden Leistungen die Bezeichnung Wundertüte verdient hat, nur drei Punkte in den letzten fünf Spielen geholt hat, interessiert die Trainerin des Zweitligisten BV Cloppenburg nur am Rande. Sie geht davon aus, an diesem Sonntag (14 Uhr) zu Hause mit ihrem Team auf einen hoch motivierten Gegner zu treffen. Und der soll einer Mannschaft gegenüberstehen, die nach dem Ausscheiden aus dem Titelrennen befreit aufspielt. „Beim 0:1 in Duisburg haben einige Spielerinnen gehemmt gewirkt“, sagt Schulte. „Nun wollen wir unser wahres Gesicht zeigen.“

Schließlich gebe es, obwohl die Cloppenburgerinnen ihre Hoffnungen auf einen Platz in der ersten Liga begraben mussten, noch Ziele. „Wir hatten uns vor der Saison vorgenommen, unter die besten Vier zu kommen. Nun sind wir Dritter und wollen diesen Platz verteidigen“, sagt Schulte, der alle Spielerinnen zur Verfügungen stehen. „Außerdem haben wir in der zweiten Liga noch nicht gegen Werder gewonnen, das soll sich nun ändern.“

Im Hinspiel hatten die Cloppenburgerinnen kurz davor gestanden, den ersten Zweitliga-Sieg gegen die Grün-Weißen einzufahren. Nach einem Tor von Agnieszka Winczo in der 66. Minute schien der BVC das Spiel im Griff zu haben. Bis die Gäste im November-Nebel auf einem Platz am Weserstadion für einen Moment den Durchblick verloren. Stephanie Goddard konnte nach einem Freistoß und einem Zuordnungsfehler der Cloppenburgerinnen kurz vor Schluss doch noch für den Ausgleich sorgen (88.) – sehr zum Ärger Schultes.

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Zurzeit sieht die 37-Jährige allerdings keinen Grund, sich zu ärgern. „Natürlich war die Enttäuschung nach dem Spiel in Duisburg groß, aber insgesamt war es eine gute Saison.“ So dürfe man eines nicht vergessen: „In Duisburg haben mit Dominika Wylezek, Jackie Cruz, Dagmara Grad, Tanja Baumann, Kim Schlösser und Caitlin Howard sechs Spielerinnen auf dem Feld gestanden, die im letzten Jahr noch gegen den Abstieg gespielt haben.“

Ein Gutes hat das Ausscheiden aus dem Aufstiegsrennen für die Cloppenburgerinnen auch noch: Sie haben nun die viel zitierte Planungssicherheit. So will Schulte in den kommenden Wochen Gespräche mit den BVC-Verantwortlichen über ihre Zukunft führen. Schließlich würde sie den BVC gerne auch in die kommende Saison führen. Allerdings will sie nicht noch einmal vor einem Duell mit Werder Bremen sagen müssen, dass der BVC die Grün-Weißen noch nie in der zweiten Liga besiegt hat.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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