Cloppenburg /Berlin Teamgeist ist, wenn man mit der Mitspielerin am Live-Ticker mitfiebert: Die Zweitliga-Fußballerinnen des BV Cloppenburg haben unter der Woche ein Erfolgserlebnis gefeiert, nachdem nur eine von ihnen auf dem Platz gestanden hatte. Carole da Silva Costa qualifizierte sich mit der portugiesischen Nationalmannschaft für die Europameisterschaft 2017 in den Niederlanden. Nach einem 0:0 zu Hause in den Playoff-Spielen gegen Rumänien war auch in 90 Minuten auswärts kein Tor gefallen. Aber das 1:1 nach Verlängerung reichte Portugal wegen des Auswärtstreffers, was auch in Cloppenburg Jubel auslöste. „Die Spielerinnen haben vorm Liveticker gesessen und sich riesig gefreut“, sagt BVC-Trainerin Tanja Schulte. „Das gibt der ganzen Mannschaft Schwung, den wir mit ins Spiel gegen Union Berlin nehmen wollen.“ Die Partie bei den Eisernen soll am Sonntag um 11 Uhr angepfiffen werden.

Allerdings will das eiserne Frauenteam, ähnlich wie das 1. Herren-Team Union Berlins am Mittwoch bei Borussia Dortmund, den Favoriten kräftig ärgern. Und Favorit sind die Cloppenburgerinnen ohne Frage. Nicht unbedingt, weil sie als Tabellenvierter drei Punkte mehr auf dem Konto als der siebtplatzierte Hauptstadtclub haben, sondern, weil sie im August mit 6:1 bei Union gewonnen haben. „Das DFB-Pokalspiel darf für uns aber kein Maßstab sein“, sagt Schulte. „Damals hat für vier Fußballerinnen die Spielberechtigung gefehlt, die nun zur Stamm-Elf Unions gehören.“

Zudem werden dem BVC Eve Chandraratne und Kea Eckermann weiter fehlen. Zwar ist Eckermanns Sperre abgelaufen, aber ein Knorpelschaden im Knie lässt keinen Einsatz zu. „Sie könnte bis zur Winterpause ausfallen“, befürchtet Schulte.

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Für Eckermann dürfte wie schon im Spiel gegen den SV Henstedt-Ulzburg, das für den BVC durch einen 5:0-Erfolg zum Befreiungsschlag wurde, Nadine Luker in der Innenverteidigung stehen. „Sie bringt alle Voraussetzungen für die Position mit und hat ihre Sache gegen Henstedt gut gemacht“, sagt Schulte, die unter der Woche auch auf Marta Stobba und Dominika Wylezek verzichten musste. Beide waren bei einer Nachsichtung für die polnische Nationalmannschaft, für die sie schon lange nicht mehr zum Einsatz gekommen sind.

Nun soll sich in Berlin ein weiteres positives Erlebnis anschließen. „Das klappt aber nur, wenn wir eine gute Leistung wie in der ersten Hälfte gegen Henstedt-Ulzburg zeigen und unsere Chancen so eiskalt nutzen wie zuletzt“, sagt Schulte. Nun müssen wieder alle BVC-Spielerinnen Gas geben. Das Am-Liveticker-Mitfiebern überlassen sie diesmal den Cloppenburger Fans.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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