Cloppenburg Au Backe, das tat weh. Und wie. Anstatt nach acht sieglosen Spielen das Ruder endlich mit einem dreifachen Punktgewinn herumzureißen, leistete sich Fußball-Regionalligist BV Cloppenburg am Sonnabend die nächste herbe Enttäuschung. Zu Hause an der Friesoyther Straße reichte es – allerdings nach 80-minütiger Unterzahl – gegen das bereits abgeschlagene Schlusslicht TSV Schilksee nur zu einem 1:1 (siehe Bericht auf Seite 26). Und das gegen einen dermaßen schwachen Gegner, wie man ihn lange an der Soeste nicht mehr gesehen hat.

„Es ist ziemlich blöd gelaufen für uns“, erklärte BVC-Interimscoach Jörg-Uwe Klütz nach seinem unbefriedigend verlaufenen 90-minütigen Nothelfereinsatz. Obwohl er nach dem Spiel von Aufsichtsrats-Boss Prof. Dr. Joachim Schrader bekniet wurde, ließ sich Klütz zu einer Verlängerung seiner Kurz-Mission nicht erweichen. Wer die nächsten Trainingseinheiten beim Vorletzten leiten wird, blieb am Sonntag offen. „Keine Ahnung“, meinte Vizepräsident Markus Weigel, der noch während des 4:1-Heimerfolgs der Zweitliga-Damen telefonisch Bewerbungen entgegennahm. Vermutlich wird Torwarttrainer Stefan Tilling vorerst übernehmen.

Derweil machte Klütz am Sonnabend eine ernüchternde Feststellung. „Es gab in der Pause in der Kabine mehrere Spieler, die schon am Keuchen waren.“ Ohne Kondition fehlte dem BVC der Mumm, um den angehenden Absteiger zu überrollen. Hinzu kamen unglückliche Schiedsrichterentscheidungen.

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BVC-Mäzen Albert Sprehe tauschte sich am Sonnabend und nochmals am Sonntag intensiv mit Schrader aus. Klar, dass es dabei um die Trainerfrage ging. Beim 1:1 gegen Schilksee weilten diverse Fußball-Lehrer und A-Lizenzinhaber wie Heiko Flottmann, Torsten Gütschow und Predrag Uzelac unter den Zuschauern. Ob’s einer von ihnen wird, bleibt abzuwarten. „Diese Saison wird verdammt schwer. Ein erfahrener Mann muss her“, so Klütz.

Bvc kämpft vergeblich gegen sich selbst und Schiedsrichter Schönheit

BV Cloppenburg - TSV Schilksee 1:1 (0:1).

BV Cloppenburg Meyer ( - ) - Gerdes (4,0), Willen (5,0), Niemeyer (4,0), Olthoff (4,5) - Westerveld (4,5), Köster 4,5), Thomes (4,5, 65. Baloki), Bentka (5,5, 46. Faqiryar, 4,0) - Wangler ( - , 11. Wetzel, 3,0) - Assinouko (4,0). Tore 0:1 Wüllner (15.), 1:1 Faqiryar (78.). Personal/Taktik Der BVC nach dem 0:3 in Goslar mit Gerrit Thomes, Nick Köster und Lincoln Assinouko anstelle von Flodyn Baloki, Milad Faqiryar und Arnold Suew. Taktisch setzte Interimscoach Jörg-Uwe Klütz auf ein kompaktes „4-2-3-1“ mit Thomes auf der rechten Bahn und Jonas Wangler als hängende Spitze. Schilksee gegenüber dem 0:7 gegen Wolfsburg II mit zwei Änderungen und einem „4-4-2“. Ecken 8:7. Chancen 6:5. Fazit Unter dem Strich ein gerechtes Remis in einem Spiel, das nie Regionalliga-Niveau erreichte. Nach durchaus forschem Beginn brachte die frühe rote Karte für Torhüter Christian Meyer den ohnehin verunsicherten BVC aus dem Konzept. Da half auch nicht, dass Ersatz-Keeper Jannik Wetzel mit seiner ersten Aktion den Elfer von Benjamin Petrick parierte. Vier Minuten später lief der BVC einem 0:1 hinterher. Immerhin wendeten die Cloppenburger trotz zahlreicher Stockfehler, unglücklicher Zweikämpfe und fehlender Puste die totale Blamage noch ab. Spieler des Spiels Jannik Wetzel – avancierte kalt zum Elfmeterkiller. Auch danach zuverlässig. Schiedsrichter Andre Schönheit (MTV Treubund Lüneburg) – Übertraf die schwachen Leistungen auf dem Platz. Zeigte in der zehnten Minute auf den Punkt und BVC-Keeper Christian Meyer die rote Karte, obwohl dieser gegen den heranstürmenden Benjamin Petrick zunächst den Ball spielte. Ließ zuvor auf der anderen Seite in zwei vergleichbaren Szenen weiterlaufen. Hatte keine Linie. Die gelbe Karte für BVC-Sechser Kristian Westerveld war ein schlechter Witz. Note: 5,5. Zuschauer 368. Nächstes Spiel An diesem Sonnabend, 13 Uhr, beim VfL Wolfsburg II.

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