Cloppenburg Manchmal braucht es halt mehrere Versuche: Erst die neunte britische Expedition schaffte es auf den Gipfel des Mount Everest, der kroatische Tennisspieler Goran Ivanisevic war in seinem vierten Wimbledon-Endspiel zum ersten Mal erfolgreich und Willy Brandt ist erst im dritten Anlauf Kanzler geworden. Die Zweitliga-Fußballerinnen des BV Cloppenburg stehen vor ihrem fünften Versuch: Viermal ist das Heimspiel gegen Werder Bremen abgesagt worden, am Sonntag (Anstoß 14 Uhr) will sich das Team von Trainerin Tanja Schulte endlich die drei Punkte sichern.

Allerdings dürften die Hansestädterinnen genauso motiviert wie die Schulte-Elf sein. „Werder hat sieben Punkte Rückstand auf uns. Wenn der SVW noch in den Kampf um den Aufstieg eingreifen will, muss er Sonntag gewinnen“, sagt die BVC-Trainerin. „Aber in Bremen sitzen Tiefstapler. Da wird nicht so schnell vom Aufstieg gesprochen.“

An der Friesoyther Straße ist das Thema dagegen omnipräsent. Zumal nach dem Duell mit Werder das Heimspiel gegen den SV Meppen ansteht. Der Tabellenführer hat zwar seinen Verzicht auf einen möglichen Aufstieg erklärt, dennoch darf sich der BVC keine Niederlage gegen die Emsländerinnen erlauben, liegt doch Herford in Lauerstellung.

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Den Herforderinnen hätte es wohl auch gefallen, wenn Tanja Schulte unter der Woche keinen Erfolg gehabt hätte. Große Überzeugungsarbeit musste die Trainerin, die an diesem Freitag 38 wird, in Gesprächen mit dem Österreichischen Fußballverband leisten. Schließlich sollten Virginia Kirchberger und Verena Aschauer in einem Freundschaftsspiel für ihre Nationalelf auflaufen. „Wir haben eine einvernehmliche Lösung gefunden. Sie spielen Sonntag für uns“, freut sich Schulte. Zwar waren Agnieszka Winczo und Marta Stobba unter der Woche in Polen, um ihren neuen Nationalcoach kennenzulernen, aber auch sie sind am Sonntag dabei.

Auf dem Rasen dürften sie auf Stephanie Goddard treffen, die den BVC schon mehrfach geärgert und Werder vor einer Woche in Magdeburg zum Sieg geschossen hat. Aber auch auf Cindy König, die bislang erfolgreichste Torschützin der zweiten Liga, werden die Cloppenburger Verteidigerinnen ganz genau achten müssen. Fraglich ist allerdings, ob die Bremerinnen mit dem Cloppenburger Platz zurechtkommen werden. „Der ist nicht gerade in gutem Zustand, woran wir uns aber schon im Training gewöhnt haben, während Werder auf Kunstrasen trainiert haben dürfte. Das könnte ein Vorteil für uns sein“, sagt Schulte. So hat eben auch ein schlechter Platz sein Gutes . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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