Cloppenburg Nicht wie angedacht bereits einen Tag früher, sondern erst an diesem Sonnabend macht sich der Tross des Fußball-Regionalligisten BV Cloppenburg auf den weiten Weg zum VfR Neumünster. Die Partie beim Vorletzten wird in der Grümmi-Arena an der Geerdtsstraße um 14 Uhr angestoßen. Im Gepäck haben die auf Rang 14 notierten Spieler des Trainerduos Jörg-Uwe Klütz/Mario Neumann einen Vorsprung von immerhin sechs Punkten.

Daher könnte der Ausgang der Partie im Rennen um den Klassenerhalt für beide Seiten stark richtungsweisenden Charakter haben. „Unser Minimalziel ist, mit dem gleichen Vorsprung nach Hause zu fahren“, sagt Neumann. Aber natürlich spekulieren die Soestekicker insgeheim auf einen Sieg. „Spielen wir mit der gleichen Leidenschaft wie gegen St. Pauli II und Hannovers Reserve, ist ein Erfolg drin. Neumünster ist aber nicht am aktuellen Tabellenstand fest zu machen“, hofft und warnt Neumann zugleich. „Wer in Bremen zwischenzeitlich ein 0:2 wettmacht, muss schon etwas können“, hat der frühere Zweitliga-Schlussmann die 2:4-Niederlage der Veilchen beim neuen Spitzenreiter vor Augen.

Und keinesfalls vergessen ist das Hinspiel. Am siebten Spieltag ließ sich der BVC gegen seinen einstigen Lieblingsgegner vor eigenem Publikum mit 0:3 vorführen. „Wir haben etwas gutzumachen“, fordert Neumann.

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Derweil spricht die Gesamtbilanz weiter klar für die „Cebras“. In bislang elf Duellen triumphierte der BVC bei zwei Unentschieden acht Mal. Sollten die Cloppenburger diese Bilanz ausbauen können, wären sie von den Neumünsteranern wohl kaum noch abzufangen. Personell stellt sich die Situation inzwischen wieder zufriedenstellend dar.

Wie schon beim 1:1 gegen die 96-Reserve fällt Bernd Gerdes wegen Beschwerden im Adduktorenbereich aus. Noch nicht sicher ist der Einsatz von Schlussmann Christian Meyer, der sich gegen die 96er einen Cut über dem rechten Auge zuzog. „Mal schauen, ob er bis zum Spiel wieder freie Sicht hat“, sagt Neumann mit einem leichten Grinsen. Immerhin sitzt die ehemalige Nummer eins Sigi John mit im Mannschaftsbus. Ansonsten sind kaum Wechsel zu erwarten. Denkbar ist, dass Tim Wernke nach komplett überstandener Verletzung wieder in die Startformation rutscht.

Vorletzter VfR Neumünster beklagt eklatante Heimschwäche

Im März 2014 verpflichtete der VfR Neumünster Trainer Uwe Erkenbrecher nach der überraschenden Trennung von Erwin Lamce als Feuerwehrmann. Am letzten Spieltag der Serie 2013/2014 erfüllte der Trainerwandervogel seine Mission an der Geerdtstraße mit dem Erreichen des ersten Nichtabstiegsplatzes. Der bisherige Saisonverlauf hat gezeigt, dass es für die Schleswig-Holsteiner abermals nur ums Überleben in der Vierten Liga gehen kann. Mit 18 Punkten rangieren die Veilchen auf dem vorletzten Platz. Allerdings ist noch nichts verloren. Denn der Abstand zum ersten Nichtabstiegsrang, den der BSV Rehden belegt, beträgt nur einen Zähler. In der Winterpause blieben in Neumünster die großen Transfers aus. Mit dem Ex-Wilhelmshavener Angelos Eleftheriadis wurde ein Spieler für die Defensive geholt. Mit 45 Gegentreffern stellt das Erkenbrecher-Team die zweitschlechteste Defensive der Liga. Hauptgrund für die schlechte Platzierung ist die eklatante Heimschwäche der Mannschaft aus der viertgrößten Stadt des nördlichsten Bundeslandes. Ganze vier Punkte wurden in der heimischen „Grümmi-Arena“ eingefahren. Davon die ersten drei gleich im ersten Heimspiel (2:0 gegen den VfB Oldenburg). Punkt Nummer vier gab’s beim Auftakt im Jahr 2015 mit einem 1:1 gegen Lüneburg. Es folgte ein 2:4 beim neuen Tabellenführer Werder Bremen II. Jahresübergreifend warten die Neumünsteraner seit sechs Runden auf einen Sieg. Mit neun Treffern verfügt Neumünster mit Christopher Kramer aber über einen abschlussstarken Angreifer. Derweil bricht Erkenbrecher seine Zelte im Norden im Sommer wieder ab. Zwei Tage vor der Partie in Bremen gab der 60-jährige Fußball-Lehrer und Ex-Profi bekannt, dass er zur neuen Saison beim Landesligisten MTV Gifhorn in der Nähe seines Wohnortes in Personalunion als Trainer und sportlicher Leiter einsteigt. Es wird die 24. Trainerstation für den gebürtigen Delmenhorster.

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