Cloppenburg Wenn nicht jetzt, wann dann? Selten war die Frage angebrachter als vor diesem Spiel: Die Zweitliga-Fußballerinnen des BV Cloppenburg sind denen Werder Bremens lange hinterhergerannt und könnten nun vorbeizuziehen. Vor der Partie bei den Grün-Weißen an diesem Sonntag ab 14 Uhr spricht tatsächlich einiges für den BVC.

Nur eine Woche vor dem Duell der beiden letzten verbliebenen Aufstiegsanwärter konnte das Team des Trainerduos Tanja Schulte/Imke Wübbenhorst seinen Rückstand auf Werder durch einen überzeugenden 4:0-Heimsieg gegen den FSV Gütersloh von vier Zähler auf einen Punkt verkürzen. Das gibt neuen Schwung. „Bisher haben wir immer in dem Wissen gespielt, dass wir auf andere Teams angewiesen sind. Nun wissen wir, dass wir es selbst in der Hand haben. Das ist ganz wichtig“, sagt Schulte.

Zumal damit nicht zu rechnen war: Die 2:3-Niederlage bei Turbine Potsdam II dürfte die Bremerinnen am zurückliegenden Wochenende negativ überrascht haben. Zudem hatten sie kurz zuvor schon etwas zu verdauen: Im DFB-Pokal-Viertelfinal-Heimspiel gegen Erstligist SC Sand hatten sie spät (77. Minute) den einzigen Treffer kassiert.

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Keine Frage, beim BVC kann man von einem Momentum sprechen. Es scheint einiges möglich zu sein. Schließlich haben die Cloppenburgerinnen vor Kurzem auch gezeigt, dass sie aus Misserfolgen lernen können. Auf eine 1:5-Heimklatsche gegen den nicht aufstiegsberechtigten Tabellenführer VfL Wolfsburg II haben sie auswärts ein 2:2 folgen lassen. Nun soll auf eine 1:4-Niederlage zu Hause gegen Werder ein Sieg in der Hansestadt folgen.

„Wir müssen vor allem bei Standards besser aufpassen“, fordert Schulte. „Im Hinspiel hat uns das Freistoßtor zum 1:0 für Werder nach gutem Beginn aus dem Tritt gebracht. Und die Treffer drei und vier sind nach Ecken gefallen.“

Außerdem müsse sich ihr Team gut darauf einstellen, dass Werder immer mit den schnellen Spielerinnen versuche, Überzahl auf den Außen herzustellen, warnt die BVC-Trainerin, deren Team sich aufgrund des übersichtlichen Kaders fast von alleine aufstellt. Offen ist nur, ob Dominika Wylezek erneut im Tor stehen oder die eigentliche Nummer eins Nienke Olthof zurückkehren wird. „Nach Nienkes Rotsperre hatten wir erst einmal Domi im Tor gelassen. Nun könnte es eine Bauchentscheidung werden.“

Wer es am Ende sein wird, muss sich auf große Bremer Offensivstärke einstellen: „Zwar wird Steffi Sanders wegen eines Kreuzbandrisses fehlen, aber Cindy König, Stephanie Goddard und unsere ehemalige Spielerin Marie-Louise Eta sind auch besonders stark“, sagt Schulte. „Bis auf wenige Veränderungen hat Werder ja das Erstliga-Team der Vorsaison zusammenhalten können. Es hat große individuelle Klasse.“

Der BVC wird es also richtig schwer haben. Allerdings ist eines schon vor Anpfiff entschieden: Dass es noch keine Entscheidung im Aufstiegsrennen geben wird. Schließlich sind anschließend noch sieben Partien zu absolvieren.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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