ST. PAULI Eine gehörige Portion Wut und Frust mit auf die Heimreise genommen haben die Regionalliga-Fußballer des BV Cloppenburg nach dem Meisterschaftsauftakt am Sonnabend. Bei der ebenfalls zum Kreis der Abstiegskandidaten zählenden Zweitliga-Reserve des Kultclubs FC St. Pauli kassierte die Mannschaft von Trainer Jörg-Uwe Klütz eine in die Rubrik „völlig unnötig“ einzusortierende 2:4-Pleite (siehe Bericht auf Seite 16).

Das Endergebnis passte am Ende irgendwie zum Ablauf des gesamten Sonnabends. Optimistisch aufgebrochen, geriet der BVC-Bus kurz vor der Elbmetrople in einen Mega-Stau. Erst kurz vor dem Anstoß wurde das altehrwürdige Stadion Hoheluft inmitten Hamburgs erreicht.

Doch es schien, als sollte die stressige Anreise und der um 20 Minuten verspätete Anstoß dem Gast nichts anhaben können. Nach Tim Wernkes 1:0 (36.) war selbst das vielleicht entscheidende 2:0 möglich. Jonas Wangler war nach einer an Freund und Feind vorbei rauschenden Hereingabe aber zu überrascht gewesen, um die Kugel über die Torlinie zu drücken.

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„Es war deutlich mehr drin. Trotz der Niederlage bin ich aber nicht völlig unzufrieden. Schließlich haben wir gut mitgehalten. Nur wenn du auswärts zwei Tore machst, dann muss dabei etwas Zählbares herausspringen“, erklärte BVC-Coach Klütz.

Wie gefährlich die vierte Liga ist, musste er trotz der formidablen Ausgangssituation auf der Bank tatenlos mitansehen. „Ein Gegentor mit Unterstützung hätte ich noch verzeihen können. Aber vier solche Dinger dürfen einfach nicht sein. Das müssen wir schnellstens abstellen. Sonst gewinnen wir kein Spiel.“ Wie auf dem Silbertablett hatten seine Spieler den „Paulianern“ vier Treffer serviert.

Bereits am Sonntag verpasste Klütz seinen Mannen eine intensive Videoanalyse in der Hoffnung auf einen schnellen Lerneffekt. Schon an diesem Mittwoch im Pokal in Jeddeloh besteht die Chance zur Wiedergutmachung. Co-Trainer Mario Neumann nahm die Ammerländer am Sonntag beim 2:0-Heimspielerfolg gegen Rotenburg unter die Lupe. Derweil machte sich BVC-Neuzugang Ugur Dagli bei der 0:1-Pleite seines Ex-Clubs VfB Lübeck gegen Neumünster fleißig Notizen. Und Andreas Zimmermann beobachtete das Derby zwischen Rehden und Oldenburg (1:1).

Unterdessen dauert die Suche des BVC nach einem gestandenen Defensivspieler an. „Wir haben gesehen, dass wir personell nachlegen müssen. Ich hoffe, dass wir noch ein Schnäppchen machen können“, so Klütz.

Derweil waren die BVCebras am Sonnabend fast 12 Stunden „on tour“. Nach dem Stau auf der Autobahn folgte eine zweistündige Odyssee durch den Hamburger Hafen und die City. Der Bordproviant war längst aufgebraucht, als das Stadion zum zweiten Durchgang erreicht wurde. Echte Fans haut aber nichts so schnell um. Vor der Rückfahrt wurde kurzerhand ein Supermarkt „geplündert“ und der Ärger über die BVC-Niederlage herunter gespült.

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