Essen Puh, das war nichts für schwache Nerven. Mit einem prickelnden 3:3 (1:1) bei der SGS Essen haben die Fußballerinen des BV Cloppenburg am Sonntag eine erfolgreiche Premiere in der Ersten Bundesliga hingelegt (siehe Bericht auf Seite 12).

„Als Essen das 3:1 gemacht hat, haben alle im Stadion gedacht, dass das Spiel gelaufen ist. Wie meine Mannschaft dann zurückgekommen ist, war einfach unglaublich“, sagte BVC-Trainerin Tanja Schulte mit vibrierender Stimme.

In der fünften Nachspielminute jagte die Schweizerin Vanessa Bernauer die Kugel zum 3:3 ins Netz der konsternierten Essenerinnen und hatte anschließend Glück, von ihren Mitspielerinnen nicht erdrückt worden zu sein. Erst in der 87. Minute hatte Mandy Islacker in ihrer Heimatstadt auf 2:3 verkürzt.

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„Unter dem Strich geht das 3:3 in Ordnung“, analysierte Markus Högner. Essens Coach monierte aber die lange Nachspielzeit. „Die Schiedsrichterin hat nur zwei Minuten angezeigt.“ Die Extrazeit ging infolge diverser Verletzungsunterbrechungen durchaus in Ordnung.

Schwer beeindruckt vom Auftritt des BVC, der für seine Heimpremiere an diesem Sonntag (14 Uhr) gegen den ersten Tabellenführer Bayer Leverkusen kräftig die Werbetrommel rührte, zeigte sich auch BVC-Mäzen Albert Sprehe. „Wir waren schon tot wie eine Kirchenmaus. Aber die Mannschaft hat gezeigt, dass sie das Tempo in der Ersten Liga mitgehen kann.“

In der schmucken neuen Essener Arena hatte Schulte die erwartete Erstformation aufgeboten. Die auf den letzten Drücker vom FC Chelsea losgeeisten Sofia Jakobsson und Ester dos Santos saßen auf der Bank. Im zweiten Durchgang zeigte Jakobsson dann auf der linken Außenbahn, was sie drauf hat.

Nach anfänglicher Verkrampfung hatte der immer wieder blitzschnell umschaltende BVC das Spiel im Griff. „Es hätte zur Pause auch 2:0 oder 3:0 für uns stehen können“, ärgerte sich Schulte über mehrere vergebene Großchancen. Als dann Islacker Sekunden nach Wiederbeginn aus sechs Metern das sichere 2:1 verpasste, schlug das Pendel um. Beim 1:2 patzte die ansonsten starke BVC-Fängerin Dominika Wylezek nach einem Rückpass der überragenden Nina Brüggemann. Essens 3:1 war dann erstaunlicherweise der Startschuss für ein Cloppenburger „Finale furioso“.

Die Aufholjagd war auch ein Lohn für die ihre Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute lautstark anfeuernden BVCebras mit den Cheftrommlern „Gille“ Jansen und „Lollo“ Loschke.

Passend zur gelungenen Premiere hatte der BVC zudem im DFB-Pokal Losglück. Am letzten September-Wochenende geht es in der zweiten Runde zu Hause gegen Zweitligist Magdeburg.

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