Cloppenburg Besser als im Vorfeld erwartet hat sich die verbliebene Rumpfelf des (Noch-) Fußball-Regionalligisten BV Cloppenburg am Freitagabend verkauft. Bei der 0:3-Heimniederlage am 33. und vorletzten Spieltag gegen den designierten Meister VfL Wolfsburg II (die NWZ  berichtete) hatten die Soestestädter sogar ausreichend Möglichkeiten, um ihre treuesten Anhängern drei- bis viermal zu einem Torjubel zu verhelfen.

„Wir hatten mehrere Riesenmöglichkeiten, um das Ergebnis freundlicher zu gestalten. Letztlich sind wir aber froh, dass die Saison jetzt bald zu Ende ist“, erklärte BVC-Trainer Steffen Bury. Der Wahl-Varrelbuscher gratulierte seinem prominenten Gegenüber Valerien Ismael zum – seit Sonnabend auch rechnerisch perfekten – Titelgewinn. „Die beste Mannschaft der Liga hat sich durchgesetzt.“ Dem wollte auch der langjährige Bundesligaprofi, dessen Mannschaft sich ohne spielerischen Glanz zu versprühen, auf das Nötigste beschränkt hatte, nicht widersprechen. „Es war nicht unser schönster Fußball. Aber wir waren sehr effektiv. Für die Rückfahrt haben wir ein paar Bierchen im Koffer.“

BVC-Kapitän Willen bringt Meister Wolfsburg frühzeitig auf die Siegerstraße

BV Cloppenburg - VfL Wolfsburg II 0:3 (0:2).

BV Cloppenburg Bangma (2,5) - Wangler (4,0), Düker (3,5), Willen (4,0), Baloki (3,5), Bentka (4,0, 75. Muric) - Köster (4,0), Thomes (3,5) - L. Blömer (3,5), Steffen (3,5, 86. S. Blömer), Faqiryar (4,0, 86. Demaj).

Tore 0:1 El Helwe (5.), 0:2 Klamt (24.), 0:3 Schulz (59.).

Personal/Taktik Der BVC nach dem blamablen 0:1 in Schilksee mit Gerrit Thomes für „Jojo“ Bruns, taktisch in einer „5-2-3-Formation“. Wolfsburg gegenüber dem 1:0 über Hildesheim mit zwei Änderungen in einem variablen „4-3-3“.

Ecken 2:6.

Chancen 5:9.

Fazit Ein Fehlpass von Christian Willen lud die Gästen zum frühen 1:0 ein (5.). Wolfsburg tat danach nicht mehr als nötig und baute den Vorsprung aus. Der BVC enttäuschte aber nicht. Das Spiel hätte auch 3:5 enden können.

Spieler des Spiels Sebastian Wimmer. Der VfL-Sechser agierte robust und überzeugte als Aufbauspieler mit vielen präzisen Aktionen.

Schiedsrichter Lars Thiemann (Wagenfeld). Fast fehlerlos. Zeigte, dass er in der Regionalliga zu den Besten zählt. Note: 2,0. Zuschauer 318. Nächstes Spiel An diesem Sonnabend, 14 Uhr, beim VfV Hildesheim.

Derweil hatte Ismael, der vor zwei Jahren mit den Jungwölfen in der Aufstiegsrelegation an Sonnenhof Großaspach gescheitert war, einen heftigen Seitenhieb auf die Fußball-Funktionäre parat. „Wenn eine Mannschaft Meister wird und nicht direkt aufsteigt, ist es fast schon skandalös. Da müssen die Krawattenträger ihre Entscheidungen ’mal hinterfragen.“

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Vor dem Anstoß hatte es etwas gegeben, was es an der Friesoyther Straße lange nicht mehr gegeben hatte. Es wurden Spieler offiziell mit einem kleinen Präsent verabschiedet. Und mit acht Kickern zwar gleich so viele, dass die Partie mit leichter Verspätung begann und bei nicht wenigen BVC-Anhängern für einen Stirnrunzeln sorgte. Denn mit Gerrit Thomes, Jonas Wangler, Daniel Olthoff und Bernd Gerdes gehen langjährige Leistungsträger von Bord.

„Ein Abstieg bringt in der Regel einen Neuanfang mit sich. Die Gespräche mit den Jungs sind zu 100 Prozent fair abgelaufen“, so Bury. Bereits vor wenigen Tagen hatte ein Präsidiumsmitglied einen radikalen Schnitt angekündigt. „Wenn du über Jahre nur gegen den Abstieg spielst, ist die Zeit reif, für einen personellen Einschnitt.“ Bislang haben beziehungsweise werden den BVC 14 Spieler verlassen. Exakt 14 Spieler stehen bislang für das Unternehmen Wiederaufstieg unter Vertrag.

Damit müssen die Verantwortlichen in den nächsten Tagen und Wochen liefern. Dabei haben der sportliche Leiter Sebastian Schütte und Coach Bury anders als in den zurückliegenden Jahren den großen Vorteil einer frühzeitigen Planungssicherheit, was die Liga angeht.

Fragezeichen, was einen Verbleib an der Soeste betrifft, gibt es noch bei Tobias Steffen, Milad Faqiryar, dem noch immer verletzten Lincoln Assinouko und Flodyn Baloki. Hier dürften noch diverse Pokerrunden stattfinden. Fest steht: In der Offensive besteht der größte Handlungsbedarf.

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