CLOPPENBURG Die 1:2-Niederlage der Cloppenburger Zweitliga-Fußballerinnen am Sonntag im Heimspiel gegen Werder Bremen hat Trainerin Tanja Schulte gründlich die Laune verdorben. Sie legte kurz nach Spielende den Finger in die Wunde. „Ich kann der Mannschaft das Bemühen nicht absprechen. Doch uns hat die letzte Konsequenz gefehlt“, ärgerte sich Schulte. Nach der Pleite gegen die Bremerinnen zeigt der Trend zwei Spieltage vor Schluss nach unten (siehe auch Seite 14).

Dabei hatte das Spiel für den BVC gegen ganz in Grün angetretene Gäste eigentlich ganz gut angefangen. In der zehnten Minute traf Agnieszka Winczo zur verdienten BVC-Führung. Doch auch mit der Führung im Rücken fehlte dem BVC die nötige Sicherheit. Die Cloppenburgerinnen um die stets anspielbare Imke Wübbenhorst versuchten, jede Situation spielerisch zu lösen. Ein gut gemeintes Vorhaben – doch spätestens beim letzten Pass fehlte die Konzentration. Darüber hinaus ließen sich die Offensivkräfte Winczo und Pollmann mehrfach von Bremens Defensivreihe – allen voran von Lisa-Marie Scholz – abkochen.

So war es dann auch nicht verwunderlich, dass die Gäste durch Cindy König noch vor der Pause zum Ausgleich kamen (36.). Knapp 25 Minuten nach dem Seitenwechsel erzielten sie das 2:1: Stephanie Goddard beförderte den Ball mit einem Fallrückzieher ins BVC-Tor.

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Vielleicht wäre für den BVC noch ein Punkt dringewesen, wenn Schiedsrichterin Kathrin Heimann in der 88. Minute nach einem Zweikampf zwischen Scholz und Winczo auf Elfmeter entschieden hätte. Doch Heimann ließ weiterspielen. „Schwer zu sagen, ob das ein Elfmeter war. Zumindest war die Szene grenzwertig“, sagte Schulte, die Verena Aschauer und Virginia Kirchberger verletzungsbedingt auswechseln musste.

Doch als Ausrede wollte Cloppenburgs Trainerin den ausgebliebenen Elfmeterpfiff nicht gelten lassen. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Schließlich sind wir mit unserer Bestbesetzung in die Partie gegangen“, sagte sie.

Platz drei ist nun das erklärte Ziel des BVC. Allerdings denkt Schulte auch schon über das Saisonende hinaus. Schließlich stehen die Planungen für die neue Spielzeit an. Die Gespräche seien schon angelaufen. Man werde versuchen, alle Leistungsträgerinnen zu halten. Fraglich sei, ob Caitlin Howard bleibe: „Wir würden sie gerne halten. Aber es kann sein, dass sie aus familiären Gründen zurück in die USA geht“, sagte Schulte.

Auf der Suche nach Neuzugängen hat sich Schulte bereits einen Korb von Bremens Spielführerin Scholz abgeholt. „Sie möchte erstmal ihre Ausbildung zu Ende machen, und die dauert noch ein Jahr“, sagte Schulte, die auch im benachbarten Ausland nach Neuzugängen Ausschau halten wird.

Während Schulte gedanklich schon das Team für die neue Saison zusammenstellte, freute sich Scholz über den Sieg. „Ein dickes Lob an das Team. Die Mädels haben ein starkes Spiel gemacht“, sagte die Werder-Spielführerin. Der BVC sei der erwartet schwere Gegner gewesen. „Cloppenburg hat eine sehr gute Mannschaft, die nicht umsonst zu den Spitzenteams zählt“, sagte Scholz.

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