Cloppenburg „Meine Spieler brennen. Und ich auch.“ Zweieinhalb Monate nach dem bislang letzten Meisterschaftsspiel (0:0 in Norderstedt) sehnt Trainer Steffen Bury vom Fußball-Regionalligisten BV Cloppenburg die Rückkehr in den Wettkampfmodus herbei. Ob an diesem Freitag (19.30 Uhr) das Derby beim SV Meppen stattfindet, wird sich aber wohl erst kurzfristig entscheiden. „Der Rasen ist grün, aber an einigen Stellen noch gefroren“, erklärte Meppens Co-Trainer Mario Neumann.

Zurück zum BVC: Der Vorletzte braucht dringend jeden Punkt. Doch personell gab’s den nächsten Rückschlag zu vermelden. Wie sich herausstellte, zog sich Abwehrchef und Kapitän Christian Willen bei der 1:3-Testspielniederlage in Lingen bei seiner letzten Aktion einen Außenbandriss zu und fällt mindestens für zwei Spiele aus. Zuvor waren bereits Kristian Westerveld, Milad Faqiryar und Marius Krumland, der am Mittwoch am lädierten Kreuzband operiert wurde, längerfristig ausgefallen.

„Uns ist damit eine ganze Achse weggebrochen“, stöhnt Bury. Zudem warten die Cloppenburger noch immer auf die Spielgenehmigungen für die Wintereinkäufe Jan Blazek und Denis Cerovec. „Ich hoffe, dass das bis zum Anstoß glatt geht“, so Bury. Trotz der Personalmisere jammert der Übungsleiter nicht. „Das bringt doch sowieso nichts. Alle anderen haben super trainiert.“ Und Bury, der als BVC-Coach bislang drei Unentschieden holte, versprüht wie immer Optimismus. „Wir sind natürlich der Außenseiter, und die wenigsten trauen uns etwas zu. Aber Meppen hat auch großen Druck. Wir werden uns zerreißen, um Zählbares mitzunehmen.“

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Wer es auf dem Rasen der Meppener „Hänsch-Arena“ richten soll, dürfte sich erst kurz vor dem Anstoß entscheiden. Im Hinspiel zogen die Cloppenburger deutlich mit 0:4 den Kürzeren. Bury ist klar, dass eine solche Abfuhr diesmal ein Tabuthema sein muss. Denn der BVC muss dringend eine Euphorie auslösen, um sich an die aktuellen Hauptkonkurrenten aus Hildesheim und Lüneburg heranzurobben. Diese beiden Teams stehen in Lübeck und auf St. Pauli ebenfalls vor Auswärtshürden.

Kurios: Die Bilanz der Derbykontrahenten ist völlig ausgeglichen. In bislang 23 Duellen feierte der BVC neun Siege, holte fünf Unentschieden und verlor neunmal. Das Torverhältnis ist mit 38:38 ebenfalls gleich. Den bislang letzten Erfolg im Emsland feierten die Cloppenburger beim 2:0 in der Spielzeit 1999/2000.

Die voraussichtliche BVC-Aufstellung: Meyer - Gerdes, Thomes, Niemeyer, Bentka - Köster, Jelisic, Steffen, Wangler - Assinouko, Blazek.

SV Meppen muss Angriff auf Dritte Liga verschieben

Der Zulassungsantrag für die Dritte Liga war bereits geschrieben. Und auf dem Rasen wollten die Profis des Ex-Zweitligisten SV Meppen nochmals so richtig zur Attacke blasen. Doch nach den beiden ersten Partien im Jahr 2016 scheint klar, dass die ambitionierten Emsländer den Angriff auf die Dritte Liga erneut verschieben müssen. Denn die Schützlinge des in Cloppenburg lebenden Trainerduos Christian Neidhart/Mario Neumann erlebten zunächst vor rund 3500 Zuschauern in der heimischen „Hänsch-Arena“ ein unerklärliches 1:5-Debakel gegen Tabellenführer VfB Oldenburg. Eine Woche danach war beim engen 0:1 beim Zweiten VfL Wolfsburg II ein Punkt greifbar nahe, ehe die Wölfe in der Nachspielzeit noch einnetzten. Auch wenn die Meppener die Nachholspiele gegen den Dritten ETSV Weiche Flensburg und bei der Reserve von Hannover 96 noch in der Hinterhand haben, scheint ein Rückstand von 17 Punkten auf den Erzrivalen aus Oldenburg eine zu große Hypothek zu sein. 33 Zähler aus 19 Spielen bedeuten aktuell Platz fünf im Tableau. Die Erwartungshaltung war deutlich höher. Außerdem verspielten die Hasestädter im Pokal im Viertelfinale durch ein indiskutables 1:4 beim klassentieferen Oberligisten Germania Egestorf/Langreder vorzeitig die Chance auf ein lukratives DFB-Pokalticket. Abzuwarten bleibt, wie die Meppener sich für die restlichen Spiele motivieren. In der Winterpause wurde auf die Sportinvalidität des Tschechen Martin Hudec reagiert. Mit dem Ex-Rostocker und seit Sommer vereinslosen Slowenen Jovan Vidovic (27) wurde ein baumlanger Innenverteidiger mit Nationalelferfahrung verpflichtet. Meppens interne Torschützenliste führt Muhamed Alawie mit acht Treffern vor dem fünfmal erfolgreichen Außenstürmer Max Kremer an. Taktisch setzen Neidhart und Neumann meist auf ein variables „4-2-3-1-System“.

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