Cloppenburg Früh den Faden und dann auch das Spiel verloren: Nach den ersten 15 Minuten des Zweitliga-Duells zwischen den Fußballerinnen des BV Cloppenburg und Werder Bremens wäre wohl keiner der etwa 300 Zuschauer auf die Idee gekommen, dass es 4:1 für die grün-weißen Gäste enden würde. Die Cloppenburgerinnen hatten stark begonnen, gleich in der siebten Minute in Person Lysanne van der Wals per Kopf den Pfosten des Gäste-Gehäuses getroffen und dadurch doch nicht an Sicherheit gewonnen. Nachdem Cindy König mit einem unhaltbaren 22-Meter-Freistoß von halbrechts die Unterkante der Latte des BVC-Tores getroffen hatte und der Ball von dort ins Netz geprallt war (17.), lief beim BVC kaum noch was zusammen. „Es ist unverständlich, dass es nach dem Führungstor einen Bruch in unserem Spiel gab. Wir haben doch vorher gut gespielt“, ärgerte sich Tanja Schulte, die zusammen mit Imke Wübbenhorst das Cloppenburger Trainerduo bildet.

Nach dem Führungstreffer der Bremerinnen landeten immer mehr BVC-Pässe beim Gegner, ein durchdachter Spielaufbau war nicht mehr zu erkennen. Werder war dem zweiten Tor wesentlich näher als die Cloppenburgerinnen dem ersten. Dennoch wäre in der zweiten Halbzeit für die Gastgeberinnen noch alles drin gewesen, wenn Kea Eckermann nicht eine Minute vor der Pause einen vielversprechenden Gäste-Angriff mit einem Foul beendet hätte. Da sie vorher in einer ähnlichen Situation ein grobes Foul begangen hatte, sah sie Gelb-Rot. „Das war sicher eine mitentscheidende Szene“, sagte Schulte. „Die erste gelbe Karte war vollkommen berechtigt, die zweite unglücklich, aber vertretbar.“

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: Zwei Ecken von links brachten Werder einen klaren Vorsprung. Zunächst leitete Reena Wichmann (59.) und dann Janine Angrick (62., Eigentor) den Ball ins Netz weiter. Es folgte ein Konter, Stefanie Sanders lief Bryana McCarthy weg und passte scharf in die Mitte, von wo Daniela Löwenberg den Ball beim Versuch zu retten ins eigene Tor beförderte (67.). Agnieszka Winczos Treffer zum 1:4 (81.) war zwar ein schöner Distanzschuss, aber eben nicht mehr als Ergebniskosmetik. Damit sind die BVC-Aufstiegschancen nach zwei Niederlagen in den ersten vier Spielen schon stark gesunken. Werder hat bereits sechs Punkte Vorsprung.

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BVC: Olthof - Löwenberg, Eckermann, da Silva Costa, McCarthy - Angrick, Stobba (60. Dalaf) - van der Wal, Josten (66. Cuellar), Kolar (79. Johanning) - Winczo.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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