Cloppenburg /Hamburg Normalerweise gilt ja, dass schwierige Bedingungen eher dem spielerisch unterlegenen Team helfen. Dass sich diese Weisheit auch umdrehen kann, haben die Zweitliga-Fußballerinnen des BV Cloppenburg am Sonntagnachmittag mit einem teils furiosen, teils kuriosen Auftritt in Hamburg gezeigt. Letztendlich setzten sie sich aber mit 6:3 (4:1) beim Tabellenschlusslicht Bramfeld 1. Fr. durch. „Wichtig sind die drei Punkte und dass sich niemand verletzt hat“, sagte Tanja Schulte, zusammen mit Imke Wübbenhorst Trainerin des BVC, nach Spielende.

Bis zehn Minuten vor der Anstoßzeit war nicht klar gewesen, ob das Spiel überhaupt angepfiffen wird. „Die Schiedsrichterin hatte arge Bedenken“, sagte Schulte. „Es hat wie aus Eimern geschüttet, und der Kunstrasenplatz war eher ein mit Sand aufgeschütteter Hockeyplatz.“

Seltsamerweise schienen diese laut Schulte „krassen Bedingungen“ ihr Team anzustacheln, begann der BV Cloppenburg doch regelrecht furios: Der Aufstiegsanwärter spielte hochkonzentriert und mit hohem Tempo, setzte den Gegner geschickt unter Druck und führte schon nach 17 Minuten mit 2:0.

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Nachdem Bryana McCarthy den Ball erobert und Janine Angrick Stürmerin Jalila Dalaf geschickt hatte, schob diese den Ball an der gegnerischen Torhüterin vorbei ins Netz (10. Minute). Sieben Minuten später vollendete Agnieszka Winczo eine tolle Kombination nach einem Freistoß zum 2:0 für die Gäste.

Zwar konnte Paula Veronika Ziselsberger nur drei Minuten später, nachdem der BVC nicht konsequent geklärt hatte, verkürzen. Aber der Gast ließ sich nicht beirren: Dalaf traf in der 24. Minute aus einem Gewühl heraus zum 3:1, und Winczo gab einem Schuss Lysanne van der Wals in der 39. Minute mit der Fußspitze eine Richtungsänderung, die ihn direkt ins Netz des Gastgeberinnen-Gehäuses fliegen ließ.

„In der ersten Halbzeit haben wir uns wirklich sehr gut angestellt“, lobte Schulte, die vorsichtshalber auf die angeschlagene Katarina Kolar verzichtet hatte und für die durch eine Magen-Darm-Grippe geschwächte van der Wal kurz nach der Pause Michelle Meyer brachte.

Allerdings spielte der BVC nach der Pause wesentlich schlechter als davor. „Es war schon merkwürdig: Je besser die Bedingungen geworden sind, desto schlechter haben wir gespielt“, sagte Schulte. „Wir haben regelrecht um das 2:4 gebettelt.“ Das erzielte schließlich Ziselsberger (73.). Es folgten noch Tore von Winczo (5:2, 75.), Meyer (6:2, 88.) und Sara Schäfer-Hansen (6:3, 90.), so dass am Ende auch das Ergebnis ein für Fußballverhältnisse eher kurioses war.

BVC: Olthof - Löwenberg, Luker, da Silva Costa, McCarthy - Angrick, van der Wal (52. Meyer) - Josten, Johanning - Dalaf, Winczo.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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