Garrel /Cloppenburg Im Spiel gegen Oyten gab’s nichts zu erbeuten: Die Oberliga-Handballerinnen des TV Cloppenburg sind am Sonnabend durch eine 28:30-Heimniederlage gegen den TVO II ein ganzes Stück tiefer in den Abstiegssumpf gerutscht. Das Team von Trainer Theo Niehaus hatte das Duell mit dem Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in den letzten zwei Minuten aus der Hand gegeben.

Alles im Griff hatte dagegen erneut Ligakonkurrent BV Garrel. Der Tabellendritte bezwang den als Tabellenvierter angereisten ATSV Habenhausen mit 30:25 und ist seit zehn Spielen in Folge unbesiegt.

BV Garrel - ATSV Habenhausen 30:25 (18:10). Die Garrelerinnen machten im Duell mit Habenhausen früh klar, wer nach dem Spiel zwei Punkte mehr auf der Habenseite haben sollte. Sie spielten hochkonzentriert und leisteten sich kaum Fehler. So führten sie nach zehn Minuten 6:3, nach einer Viertelstunde 11:5 und zur Pause 18:10.

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„Laura Krogmann hat super gehalten, das hat der Mannschaft Sicherheit gegeben“, lobte Co-Trainerin Imke Hegeler. „Da sich zudem Alisha Aumann und Kerstin Möller im Angriff treffsicher präsentiert haben und Lisa Möller sowie Lena Faske in der Defensive gut standen, hatte man nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren könnten.“

Auch in Hälfte zwei waren keine Anzeichen davon zu erkennen, dass die Grippe, die unter der Woche drei Garreler Spielerinnen geplagt hatte, nachwirkt. Zwar wechselte Trainerin Ana Anuszewska munter durch, dennoch schmolz der Vorsprung kaum.

So konnte dann auch Insa Schmidt auf Rechtsaußen und im rechten Rückraum ihr Debüt für den BVG ohne großen Druck geben. „Sie war nervös, das ist ja aber auch verständlich“, sagte Hegeler. „Was sie gezeigt hat, war fürs erste Spiel völlig okay. Insgesamt kann man sagen, haben wir dank einer guten Gemeinschaftsleistung gewonnen.“

Am kommenden Sonnabend fährt der BVG dann mal wieder nach Bremen. Um 15.30 Uhr können die Garrelerinnen ohne großen Druck in die Partie gegen den Tabellensechsten Werder Bremen II gehen. „Wir stehen wesentlich besser da, als wir es erwartet haben“, gibt Hegeler zu.

BVG: Krogmann - Deeben (4), Kallage (1), Markus (3), Ruhöfer (3), Aumann (10/4), Klein, K. Möller (8/3), L. Möller, Faske (1), Schmidt, Brieger, Jeltsch-Meszaros.

TV Cloppenburg - TV Oyten II 28:30 (17:12). Zunächst sprach vieles dafür, dass der TVC nach dem VfL Oldenburg III auch das Team aus dem Speckgürtel Bremens distanzieren könnte. Obwohl Cloppenburg aufgrund der Erkrankung Eugenia Maiers erneut in ungewohnter Formation spielte – Tatjana Hofmann und Jana Fiswick übernahmen den linken, Natascha Voßmann spielte im rechten Rückraum –, lief es für den TVC zunächst richtig gut. Vor allem die Deckung überzeugte auf ganzer Linie, so dass die Gastgeberinnen zur Mitte der ersten Hälfte 9:1 führten.

Zwar konnte die TVO-Reserve in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit verkürzen (12:17), aber die Cloppenburger Seite behielt die Ruhe. Auch als Inka Bosmann, die aufs Knie gefallen war, in der zweiten Hälfte für zehn Minuten raus musste, schien keine Unruhe aufzukommen. So führte der TVC vor Beginn der Schlussphase mit 26:22, alles deutete auf einen Erfolg der Gastgeberinnen hin. Auch, weil Youngster Franziska Gröne auf der für sie ungewohnten Position als Rechtsaußen eine gute Figur machte.

Aber der TVC geriet noch von der Siegerstraße ab. Erst verlor er die Übersicht und dann das Spiel. „Wir haben uns aus der Ruhe bringen lassen. Mit einfachen Ballverlusten haben wir den Gegner zu Kontern eingeladen“, ärgerte sich Niehaus. „Da müssen sich einige gestandene Spielerinnen mal hinterfragen. So darf man einen Vier-Tore-Vorsprung einfach nicht aus der Hand geben.“

So ging der Gast in der 59. Minute zum ersten Mal in Führung – und stand kurze Zeit später als Sieger da. Umso größer ist der Druck auf den TVC, der auf den viertletzten Platz abgerutscht ist, vor der Auswärtspartie am kommenden Sonnabend (18.30 Uhr) beim einen Punkt mehr aufweisenden TV Dinklage.

TVC: Ostermann - Fiswick (2), Lenguth, Lübbe (4), Koopmeiners, Westendorf (2), Bosmann (8/2), Hofmann (4), Neelen (6/3), Gröne, Voßmann (2), Langen.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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