BOHMTE /GARREL BOHMTE/GARREL - Auf ganzer Linie enttäuscht und doch noch im Rennen: Die Landesliga-Handballer der HSG Friesoythe haben am Sonntag bei ihrer 17:29-Niederlage eines ihrer schlechtesten Saisonspiele hingelegt, können sich aber dank Garreler Nachbarschaftshilfe dennoch weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Der BVG besiegte Friesoythes größten Konkurrenten im Kampf um den Relegationsplatz, Blau Weiß Lohne, überraschend mit 24:22.

TV Bohmte – HSG Friesoythe 29:17 (17:9). HSG-Trainer Günter Witte konnte nach dem Spiel gegen den Tabellendritten kaum noch etwas sagen. Nicht, dass ihm die Leistung seiner Mannschaft die Sprache verschlagen hätte, vielmehr hatte er während der Partie bis zur Heiserkeit Anweisungen aufs Spielfeld geschrien. „Aber das hat gar nichts gebracht“, bekam er nach dem Spiel noch heraus, „bei einigen Spielern hat einfach der Wille gefehlt.“

Nach einem ausgeglichenen Beginn (3:3) konnten sich die Gastgeber zur Mitte der ersten Hälfte absetzen (9:6, 17:9). Die Friesoyther schienen in einigen Situationen mit den Gedanken ganz woanders zu sein, und mit dem Harz-Verbot kam das Witte-Team überhaupt nicht klar. Das war deutlich bei einigen Würfen zu sehen, die das Gehäuse des Gegners weit verfehlten. Sein Team brauche aber gar nicht auf die Idee zu kommen, das Harzverbot als Ausrede zu nutzen, meinte Witte nach dem Spiel. „Wenn man nicht hingeht, wo es wehtut, sich schlecht bewegt und bei einem Rückstand sofort wieder den Kopf in den Sand steckt, muss man sich nicht wundern, wenn man verliert.“

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Also musste Günter Witte das tun, was er eigentlich gar nicht mag. Er wurde in der Kabine richtig laut. Allein, der Weckruf brachte nicht mehr viel. Leistungsträger Heiner Robbers kam nicht annähernd an seine Normalform heran („unterirdisch“, Witte), und überhaupt konnten mit Marcel Tuchscheerer und Jan-Philipp Willmann nur zwei Friesoyther überzeugen.

Die HSG bleibt damit drei Punkte hinter dem angestrebten Relegationsplatz. „Und das haben wir nur Garrel zu verdanken. Und unsere Dankbarkeit werden wir noch zeigen“, kündigte Günter Witte an.

HSG: Gradt, Knelangen – Willmann 8, Stratmann 5/3, Block 1, Robbers 1, Tuchscheerer 1, Weinobst 1, Bickschlag, Ording, Stemmer, Woidke.

7-meter: TVB 5/6, HSG 3/3

Zeitstrafen: TVB (6 Minuten), HSG (6 Minuten)

Sr.: Jülicher, Leimbach (Bramsche).

BV GarrelBW Lohne 24:22 (8:9). Der BVG kam gut ins Spiel und führte nach sieben Minuten mit 3:1. Anschließend vergaben die Garreler allerdings diverse gute Chancen (auch zwei Siebenmeter), so dass der Gastgeber mit einem Rückstand in die Pause ging (8:9).

Besser aus der Kabine kamen dann wieder die Garreler. Bis zur 40. Minute spielte sich das Team von Coach Heiner Grotjan einen Fünf-Tore-Vorsprung heraus (16:11). In dieser Phase klappte beim BVG fast alles.

Allerdings wurde Garrel im Anschluss an die starke Phase wieder nachlässig. Lohne nutzte die Schwäche der Gastgeber und führte in der 54. Minute bereits wieder mit 21:19. Derart in Bedrängnis geraten, entdeckten die Gastgeber ihr Kämpferherz. Sie ließen dank des hervorragend aufgelegten Torwarts Marc Todorow nur noch ein Tor zu und kamen über Gegenstoßtreffer (allein Vitali Traut traf so viermal) zu einem verdienten Sieg.

BVG: Todorow – Otten, Burhorst (6), Tobias Marks, Mario Bley (1), Christian Meyer (1), Vitali Traut (10), van Schaik (2), Zengler (3), Landwehr (1), Schöning, Tebben.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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