Cloppenburg Mit der Beurlaubung des Trainerduos Uwe Groothuis/Alket Zeqo vor rund zwei Wochen haben die Verantwortlichen des Fußball-Regionalligisten BV Cloppenburg die Reißleine gezogen. Und mit der Verpflichtung des neuen Trainers Steffen Bury haben sie ihren wohl letzten Joker im Abstiegskampf gezogen. Schließlich gilt das Arbeitspapier des 39-jährigen Ex-Profis auch für die Oberliga. Klar ist, dass ganz Fußball-Cloppenburg an diesem Sonntag (Anstoß 14 Uhr) an der Friesoyther Straße gegen den zwei Zähler mehr aufweisenden Drittletzten VfV Borussia 06 Hildesheim auf den „Bury-Effekt“ hofft.

Allerdings bleibt abzuwarten, ob der aus Altenoythe geholte Neu-Coach die Spieler nach nur einer Trainingswoche wieder in die Erfolgsspur bringen kann. Zehn Mal in Folge blieb der BVC ohne dreifachen Punktgewinn. Ein Heimerfolg lässt seit dem 12. April 2015 – damals wurde Goslar mit 3:1 bezwungen – auf sich warten.

Derweil zeigte sich Steffen Bury vom Eifer der Spieler in den ersten Trainingseinheiten unter seiner Regie angetan. „Alle ziehen überragend mit.“ Genauso wichtig: Alle sind wieder fit, so dass der BVC über Alternativen verfügt. Einzig Keeper Christian Meyer und Stürmer Lincoln Assinouko sind nach ihren Platzverweisen im Schilksee-Spiel zum Zuschauen verurteilt. Meyer wurde für zwei und Assinouko für drei Partien gesperrt. Wer es gegen Hildesheim richten soll, ließ Bury offen. „Ich halte die Spannung in der Regel bis zur Spielbesprechung hoch. Sicher ist aber, dass es die ein oder andere Änderung geben wird.“

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An den vergangenen beiden Tagen wurde in Lastrup trainiert. Der Grund ist altbekannt. Das Flutlicht an der Friesoyther Straße taugt nicht. An diesem Freitag haben die Spieler frei. Das Abschlusstraining steigt am Sonnabend um 10.30 Uhr. „Dann werden wir nochmals Standards einstudieren“, verriet Bury, der sich von Berater Jörg-Uwe Klütz über den Gegner informieren ließ. „Hildesheim steht auch mit dem Rücken zur Wand. Die werden sicher auf Sieg spielen und sich nicht hinten reinstellen. Aber auch wir haben die Qualität, den Bock endlich umzustoßen“, brennt Bury auf den Befreiungsschlag.

Die voraussichtliche BVC-Aufstellung: Wetzel - Gerdes, Willen, Niemeyer, Olthoff - Westerveld, Köster - Blömer, Faqiryar, Wangler - Suew.

Bei Hildesheimern steht bislang in keinem Saisonspiel hinten die Null

Borussia Hildesheim kehrte zur Saison 2015/2016 nach über zehnjähriger Abstinenz auf die Viertligabühne zurück. Als Zweiter der Oberliga Niedersachsen setzten sich die Domstädter in der Aufstiegsrelegation neben Schilksee gegen den Bremer SV durch. Um in der Regionalliga bestehen zu können, wurden im Sommer bei sieben Abgängen zwölf neue Spieler geholt, darunter Torjäger Omar El-Zein. Dessen Vertrag wurde allerdings nach einer unangekündigten Pilgerreise nach Mekka bereits im September wieder aufgelöst. Der Neuling startete vor der Top-Kulisse von 3000 Zuschauern mit einem spektakulären 4:1 gegen St. Pauli II in die Saison. Nach 15 Runden – die Partie gegen Schlusslicht Schilksee ist noch nachzuholen – rangiert das Team aus der gut 100 000 Einwohner zählenden Stadt mit 13 Punkten auf dem drittletzten Platz und kämpft wie erwartet um den Ligaverbleib. Dabei setzen die Hildesheimer Verantwortlichen auf den erfahrenen Coach Jürgen Stoffregen, der seit Januar 2013 auf der Bank sitzt. Der einstige Profi und Trainer von Hannover 96, der im Hauptjob als Wirtschaftsförderer der Stadt Garbsen tätig ist, gilt als harter Hund. Taktisch setzt Stoffregen, der zahlreiche großgewachsene Spieler in seinem 26-Mann-Kader hat, zumeist auf ein kompaktes „4-2-3-1“ mit dem kantigen Stoßstürmer Omar Fahmy. Der hat bislang sechs Treffer erzielt. Zuletzt kassierte das Stoffregen-Team gegen Havelse (0:1) und Wolfsburgs Reserve (1:5) zwei Heimniederlagen in Folge. Davor gab’s ein 1:1 bei der 96-Reserve und einen 3:1-Erfolg bei Braunschweig II. In der Zuschauertabelle belegen die Hildesheimer, bei denen bislang hinten kein einziges Mal die Null stand, mit einem Schnitt von 1370 Fans Platz drei.

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