Cloppenburg Rein ergebnis-technisch und tabellarisch betrachtet, hat der fast sensationelle 2:1-Erfolg über den Zweiten VfB Oldenburg am vergangenen Freitag nichts gebracht. Denn sämtliche Partien der Konkurrenz endeten am Wochenende aus Sicht des Fußball-Regionalligisten BV Cloppenburg mit dem „falschen“ Ergebnis. Der wahrscheinliche Abstieg wurde vor dem Nachholspiel an diesem Dienstag (19.30 Uhr) gegen den BSV Rehden wohl lediglich zeitlich ein Stück weit nach hinten geschoben. Dennoch war der Husarenritt gegen den Erzrivalen umso wichtiger für die Grundstimmung innerhalb des Clubs.

„Diese 95 Minuten haben dem Seelenleben all derer, die mit dem BVC fiebern und sich für den Verein engagieren, so richtig gutgetan. Solch eine tolle Stimmung möchte ich hier öfters erleben“, schwärmte Cloppenburgs Coach Steffen Bury noch am Montag. Ohnehin hat der Ex-Profi, der nach eigener Aussage die Soestekicker gemeinsam mit Co-Trainer Luc-Arsene Diamesso auch in der Saison 2016/2017 betreuen wird, einen großen Plan. „Wir wollen den BVC wieder ,in’ machen in der Stadt und im Umland. Es muss ein Erlebnis sein, ins Stadion zu kommen.“

Auf dem Weg dahin wäre ein Erfolg im „kleinen“ Derby gegen die inkonstanten Rehdener der nächste Schritt. Mit „Zerstörer“ Nick Köster und Jonas Wangler, deren Sperren abgelaufen sind, stehen Bury zwei weitere Optionen zur Verfügung. Trotz des Oldenburg-Coups schließt der A-Lizenzinhaber die ein oder andere personelle Änderung nicht aus. „Das Derby war sehr intensiv und hat die ein oder andere Blessur mit sich gebracht.“ Sicher ist, dass der gegen Oldenburg Ruhe und Sicherheit ausstrahlende Niederländer Diederik Bangma erneut zwischen den Pfosten stehen wird. Der 25-Jährige, der als erster BVC-Spieler überhaupt verlängert hat, könnte ein Garant dafür sein, die negative Bilanz gegen den Club von Macher Friedrich Schilling aufzupeppen. In bislang 13 Ligaduellen verbuchten die Soestekicker lediglich drei Siege, zwei davon auswärts. Zudem gab’s vier Niederlagen und sechs Remis.

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Geleitet wird das Nachbarschaftsduell vom Hamburger Murat Yilmaz. Die voraussichtliche BVC-Aufstellung: Bangma - Wohlfahrt (Düker), Willen, Niemeyer, Bentka - Köster (Baloki), Jelisic, Thomes (Suew) - Steffen, Blömer, Faqiryar.

BSV Rehden

Passend zum bislang durchaus von unruhig bis aufregend einzustufenden Saisonverlauf, heizte der BSV Rehden am Ostermontag das Titelrennen in der Regionalliga Nord wieder kräftig an. Denn in den heimischen Waldsportstätten wurde Tabellenführer VfB Oldenburg zwei Tage nach dessen 1:2-Heimpleite im Pokalhalbfinale gegen Drochtersen/Assel beim 1:0 die erste Niederlage in der Meisterschaft seit Monaten beigebracht. Allerdings wurde die Überraschung durch die schlimme Verletzung von Rehdens Danny Arend überschattet. Der Ex-Nordhorner zog sich nach einem Zweikampf einen Knöchelbruch und weitere Verletzungen zu.

In der Tabelle spülte der zweite Dreier im Jahr 2016 nach dem duseligen 2:1 bei Schlusslicht Schilksee den Dorfclub aus dem Kreis Diepholz immerhin auf Platz zehn. Für die Rehdener, die nach einem doppelten Trainerwechsel seit Januar von Fabian Gerber trainiert werden, stellen die bislang eingefahrenen 31 Punkte aber keinesfalls ein Ruhekissen dar. Denn der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den aktuell Lüneburg inne hat, beträgt gerade einmal vier Punkte.

Großes Verletzungspech hat dazu beigetragen, dass die Rehdener erneut an ihrem Saisonziel vorbeirutschen dürften. In der Winterpause wurden gleich fünf Profis nachverpflichtet, darunter der Ex-Meppener Ramiz Pasiov und von Schalke II Joseph Bogamba. Dauerbrenner in Rehden ist Viktor Pekrul. Der Ex-Cloppenburger absolvierte alle 26 Partien von der ersten bis zur letzten Minute. Taktisch spielt Rehden zumeist ein „4-2-3-1“.

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