Cloppenburg Der BV Cloppenburg steht als Vorletzter in der Fußball-Regionalliga mit dem Rücken zur Wand. Und nach dem „Kellergipfel“ an diesem Sonnabend (Anstoß: 14 Uhr) zu Hause im Nachholspiel gegen den punktgleichen Drittletzten VfV Hildesheim muss das schmale Punktekonto drei Punkte mehr aufweisen. Schließlich haben die Gäste drei Spiele weniger als der BVC ausgetragen.

Bevor es auf dem arg ramponierten Rasen zur Sache geht, muss eine enge Entscheidung schon gefallen sein. Denn die Austragung ist gefährdet. „Im Bereich vor der Tribüne ist die Situation noch grenzwertig. Viel Regen darf nicht mehr fallen“, ließ BVC-Coach Steffen Bury nach einer Besichtigung am Mittwoch bei Tageslicht verlauten. „Wenn es irgendwie geht, wollen wir spielen. Mit einem Sieg wären wir an Hildesheim vorbei und an Lüneburg wieder dran. Das wäre psychologisch enorm wichtig“, so Bury weiter.

Spätestens am frühen Sonnabend-Morgen wird eine Entscheidung fallen. Derweil drohen neben Verteidiger David Niemeyer, der sich in Norderstedt, wie die abschließende Diagnose ergab, einen doppelten Bänderriss zugezogen hat, Milad Faqiryar (Oberschenkelbeschwerden) und Bernd Gerdes (Virus) auszufallen.

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Mit anhaltenden Problemen mit der Achillessehne fällt Youngster Lennart Blömer definitiv aus. Erste Alternativen für Niemeyer sind Marius Krumland und Christian Düker. Dabei scheint nicht ausgeschlossen, dass Bury hinten von einer Fünfer- auf eine Viererkette umstellt und Gerrit Thomes ins Mittelfeld vorzieht.

Unterdessen brachte das Meeting von Bury und Berater Jörg-Uwe Klütz am Mittwoch mit den Club-Bossen keine Klarheit zu möglichen Transferaktivitäten in der Winterpause. „Wir haben uns umfassend ausgetauscht. Spruchreifes gibt es noch nicht“, erklärte Bury. Eine Forderung von ihm, den Kader während des Winter-Transferfensters zu verstärken, habe es nicht gegeben.

Die BVC-Bilanz gegen Hildesheim ist mit zwei Siegen sowie einem Remis und einer Niederlage positiv. Mit der Leitung des Abstiegskrachers betraute der Schiedsrichteransetzer derweil die 32-jährige Hamburger Polizeibeamtin Susann Kunkel vom SV Eichede.

Domstadt-Elf aus Hildesheim setzt auf vier Nachholspiele

Nach der ersten Saisonhälfte ist der VfV Hildesheim in einer Tabellenregion platziert, wo der Aufsteiger im Vorfeld erwartet worden war: Als Drittletzter steckt die Domstadt-Elf, die sich als Oberliga-Vizemeister in der Aufstiegsrelegation die Rückkehr auf die Viertligabühne sicherte, bis zum Hals im Abstiegskampf. Die Saison wurde zwar mit einem furiosen 4:1-Heimdreier gegen die St. Pauli-Reserve eröffnet. Mehr als 14 Punkte stehen bislang aber nicht zu Buche. 32 Gegentreffer bedeuten den zweit- und 19 erzielte Tore den drittschlechtesten Wert in der Liga. Allerdings hat der Verein für Volkssport erst 16 Partien absolviert. Er hofft auf eine satte Punktausbeute in vier noch ausstehenden Nachholspielen. Unter anderem wird am 20. Dezember das abgeschlagene Schlusslicht Schilksee im Friedrich-Ebert-Sportpark erwartet. Der Abstiegskampf nagte zuletzt an den Nerven. Zwischen dem erfahrenen Trainer Jürgen Stoffregen (58) und Kapitän Dominic Hartmann kam es zum Disput. Mittelfeldspieler Hartmann wurde als Spielführer abgesetzt.

Derweil ist die Zuschauerresonanz in der rund 100 000 Einwohner zählenden Stadt weiterhin beachtlich. Mit einem Schnitt von fast 1400 Anhängern pro Heimspiel rangieren die Hildesheimer hinter dem VfB Oldenburg auf Platz zwei. Vor Wochenfrist erkämpften sich die Stoffregen-Schützlinge ein 0:0 in Rehden und blieben damit erstmals in der Serie ohne Gegentor. Davor setzte es Heimniederlagen gegen Havelse (0:1) und Wolfsburg II (1:5). Taktisch setzt Hildesheim zumeist auf ein kompaktes „4-5-1“ mit dem früheren Goslarer Omar Fahmy als Einmannspitze. Der Deutsch-Ägypter brachte es bislang auf sechs Tore.

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