Lübeck /Cloppenburg Dass der Goslarer SC als zuvor wohl einzig noch einholbare Mannschaft am Sonnabend mit einer 0:4-Heimpleite gegen die weiter marschierenden Hildesheimer „nachzog“, machte die 2:4-Niederlage der Regionalliga-Fußballer des BV Cloppenburg am Freitagabend beim VfB Lübeck (die NWZ  berichtete) nochmals um eine Nuance bitterer. Denn es war wie schon so oft in der laufenden Saison. Die auf dem vorletzten Platz rangierenden Kicker von der Friesoyther Straße agierten, obwohl mit dem allerletzten Aufgebot angereist, gegen spürbar verunsicherte Lübecker über weite Strecken auf Augenhöhe.

Doch anstatt in vorderster Linie Effektivität, Kaltschnäuzigkeit und Galligkeit an den Tag zu legen und eine Führung vorzulegen, wurden mehrere gute Kontermöglichkeiten ausgelassen. Mal versprang ein Ball bei der Annahme, mal wurde der falsche Laufweg gewählt, mal wurde der besser postierte Mitspieler übersehen. So kam’s, wie es kommen musste. Nach 90 Minuten waren die Cloppenburger an der altehrwürdigen Lohmühle für die kriselnden Marzipanstädter zum Aufbaugegner mutiert.

„Die ersten 60 Minuten waren ganz ordentlich. Wir haben wenig zugelassen, aber leider speziell in der Anfangsphase unsere Räume bei den Kontern nicht genutzt“, monierte Steffen Bury. „Nach dem unnötigen 0:1 war die Psyche meiner Spieler dann am Boden. Wir sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen. Ich war froh, als das Spiel vorbei war“, so der BVC-Coach weiter. An das Wunder Klassenerhalt glaubt Bury nicht mehr. „Es geht jetzt darum, die restlichen Spiele seriös über die Bühne zu bringen.“ Immerhin solle das bevorstehende Heim-Derby gegen den VfB Oldenburg einen vorzeitigen Motivationsabfall ausbremsen. Neben Nick Köster ist dann mit Jonas Wangler ein weiterer Ex-VfBer nach seiner fünften gelben Karte gesperrt.

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Wie berichtet, steht mit dem Friesoyther Stürmer Lukas Ostermann der erste Neuzugang fest. Nach NWZ -Informationen sollen die Korsettstangen Christian Willen und der nach seiner Bandscheiben-Operation bereits aus dem Krankenhaus entlassene Kristian Westerveld kurz vor einer Vertragsverlängerung stehen. Auch Youngster Lennart Blömer soll an einem neuen Vertrag interessiert sein. „Ich bin optimistisch, dass alle Spieler, die wir halten möchten, auch tatsächlich bleiben“, erklärte der neue sportliche Leiter Sebastian Schütte am Sonntag.

Bury-Team trifft nach Balleroberungen zu viele falsche Entscheidungen

VfB Lübeck - BV Cloppenburg 4:2 (0:0)

BV Cloppenburg Meyer (4,0) - Wohlfahrt (3,5), Willen (3,0), Niemeyer (3,5), Bentka (4,0) - Baloki (4,5), Wangler (4,5, 80. Abram-czyk), Blömer (3,5, 73. Düker), Bruns (4,0, 67. Steffen) - Suew (4,0), Faqiryar (5,0).

Tore 1:0 Maletzki (57.), 2:0 Wehrendt (64.), 3:0 Kramer (71.), 3:1 Suew (79.), 4:1 Bohnsack (85.), 4:2 Willen (90.)

Personal/Taktik Der BVC mit zehn Ausfällen und fünf Änderungen gegenüber dem 0:3 gegen die HSV-Reserve in einem „4-4-2“. Flodyn Baloki und Jonas Wangler spielten in der Zentrale. Neben Milad Faqiryar stürmte der Ex-Lübecker Arnold Suew. Auf den Außenbahnen die Eigengewächse Lennart Blömer und „Jojo“ Bruns. Lübeck nach dem 0:3 in Wolfsburg mit zwei Änderungen, ebenfalls im „4-4-2“.

Ecken 11:7. Chancen 7:3.

Fazit Lübeck legte forsch los. Der BVC spielte in einer flotten, aber von zahlreichen einfachen Fehlern übersäten Partie die sich bietenden Konter vor allem zu Beginn schwach aus. Es roch lange nach einem Remis, ehe Lübeck fast wie aus dem Nichts durch eine Einzelaktion in Führung ging. Danach ließ der BVC in den Zweikämpfen nach und verlor noch glatt.

Spieler des Spiels Maurice Maletzki. Lübecks Ex-Havelser agierte wuselig und brachte sein Team mit einer feinen Einzelaktion auf die Siegerstraße.

Schiedsrichter Yannick Rath (Bremen) - Begann stark und ließ dann immer stärker nach. Note: 4,0.

Zuschauer 1187.

Nächstes Spiel An diesem Freitag (19.30 Uhr) gegen den VfB Oldenburg.

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