Bühren Während am 5. Mai 1921 das weltberühmte Parfüm Chanel No. 5 auf den Mark kommt, treffen sich in Bühren fußballbegeisterte Jungs, um einen Ballspielverein zu gründen. Aus dieser Idee der Fußball-Pioniere entwickelte sich ein Dauerbrenner namens BV Bühren, der an diesem Mittwoch 100 Jahre alt wird.

Doch zurück ins Jahr 1921: Im damaligen Protokollbuch des BV Bühren findet sich dieser Eintrag: „Am 5. Mai 1921 versammelten sich auf einen Baumanschlag hin eine Anzahl junger Leute aus Bühren zu einer Aussprache über die Gründung eines Ballspielvereins in Laings Wirtshaus. Die Versammlung beschloß dessen Gründung.“

Einschreibgebühr

Weiter heißt es in einer Chronik des Clubs, dass eine Einschreibgebühr von zehn Mark für das ordentliche Mitglied erhoben wurde. Kurze Zeit später gab es bereits das erste Wettspiel, ehe anschließend weiter Nägel mit Köpfen gemacht wurden. Auf einer Versammlung wurde Emil Johannes zum Vorsitzenden gewählt. Der Gastwirt Joseph Laing übernahm den Posten des Schrift- und Kassenführers. Als Gerätewart wählte die Versammlung den Schuhmachermeister Wilhelm Giese. Damit war der erste Vorstand perfekt, und es ging weiter mit Volldampf voraus. Am 26. Mai 1921 wurde Laing zum Vereinslokal gewählt, heißt es in der Chronik „75 Jahre BV Bühren“. Derweil fieberten alle Fußballfreunde des Ortes dem 3. Juli 1921 entgegen. Auf der Tagesordnung der Versammlung stand nämlich dieser Satz: „Ein Fußball soll angeschafft werden.“ Eine „Murmel“ musste auch her, denn zum damaligen Zeitpunkt standen drei Herrenteams und eine Jugendmannschaft in den Startlöchern. In den folgenden Jahrzehnten machten die Bührener in regelmäßigen Abständen mit starken Leistungen von sich reden.

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Erinnert sei hier zum Beispiel an den Aufstieg in die Fußball-Bezirksklasse 1955. Auch die BVB-Talentschmiede setzte stets Ausrufezeichen. So zum Beispiel im Jahr 1972, als die BVB-Talente den Bezirkspokal gewannen. Es war auch die Zeit der langen Haare, und dies schmeckte nicht jedem der zahlreichen Zuschauer der A-Jugend-Heimspiele seinerzeit. Ging ein BVB-Spiel mal in die Wicken, sagte manch Kritiker abwertend: „Wett höchste Tied, dat dei noan Friseur henkaomt.“ Doch die damaligen Erfolge der Bührener sprachen für sich und ließen die Kritiker auch schnell wieder verstummen.

Exportschlager

Im Jahr 2021 gibt es mit Oliver Hüsing und Kira Witte auch zwei Exportschlager aus der Bührener Talentschmiede, die im Profi-Fußball unterwegs sind. Hüsing verteidigt für den 1. FC Heidenheim in der Zweiten Bundesliga. Kira Witte, dessen Heimatverein ebenfalls der BV Bühren ist, spielt für den Werder Bremen in der ersten Frauen-Bundesliga. Ihr Erstliga-Debüt für die Grün-Weißen gab die Torhüterin am 14. Februar 2021 beim Spiel gegen den gastgebenden FC Bayern München. Damit ging für Witte ein Kindheitstraum in Erfüllung.

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