Bösel Mit „Devil Steps“, „Salmon Ladder“ oder „Quad Steps“ kennt sich Benni Grams aus. Dahinter verbergen sich Hindernisse, die die Athleten bei „Ninja Warrior Germany“ überwinden müssen. Für Benni Grams kein Problem,. Der Profi-Sportler schaffte es in der RTL-Fernseh-Show 2017 und 2018 unter die ersten drei – und das mit einer spielerischen Leichtigkeit und Geschwindigkeit, die die Kommentatoren Frank Buschmann und Jan Köppen verblüfften. „Einer dieser Typen, warum die Menschen in Deutschland über diese Show sprechen“, kommentierte „Buschi“ Buschmann einen der spektakulären Auftritte.

Spektakuläres bot Benni Grams jetzt in der Reithalle des Reitervereins St. Hubertus Garrel – und zwar auf und vom Pferderücken herunter. Auf Einladung von Tanja Schultz, Trainerin der M-Klasse-Voltigierer des Vereins, war der Freerunner und Parkour-Athlet nach Garrel gekommen. Ein echter Hochkaräter der Szene, wird beim Blick in die Biografie deutlich. Als Mitglied im Ashigaru-Parkour und Freerunning-Team versetzte Benni Grams schon Tom Cruise ins Staunen.

Nach Garrel begleitete ihn ein anderer: Kumpel und Athlet Norman Lichtenberg. Auch der ist im Fernsehen kein ganz neues Gesicht, war der Profi-Parkourer doch in der Sat.1-Fang-Show „Catch“ von Luke Mockridge im Team von Wincent Weiß am Start.

Auf ganz unbekanntes Terrain trauten sich die Sportler nun in Garrel: auf einen Pferderücken. „Beide Seiten haben davon profitiert“, bilanzierte Trainerin Tanja Schultz im Anschluss im Gespräch mit der NWZ. Und vor allem für die Pferdesportler sprang am nächsten Tag ein „ordentlicher Muskelkater“ heraus. Einen ganzen Tag lang hatten die beiden Parkour-Sportler in Garrel mit insgesamt 13 Teilnehmern – davon ein Junge – trainiert.

Dass ein Pferderücken doch etwas anderes ist als Hindernisse in der Stadt oder im Park, mussten die beiden Sportler schnell feststellen. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwer ist, auf einem Pferd zu stehen“, sagte Benni Grams im Instagram-Video und berichtete, er habe „echt Respekt“ vor dem Tier. Ein „Lebensziel erreicht: ein Backflip vom Pferd“, freuten sich die Sportler.

„Die Pumpe ging gut, Adrenalin war auch am Start“, schilderte Benni Grams nach seinen ersten akrobatischen Einlagen auf dem Pferd. Besonderes Vergnügen bereitete es ihnen, wie die Cowboys auf das trabende Pferd aufzusteigen. Sideflips oder Auerbach vom Pferd im Schritt saßen auch schon bald.

Die Voltigierer profitierten auf ihre Art von dem Besuch. „Verletzungsprophylaxe ist immer ein großes Thema für uns“, erklärte Tanja Schultz. Geschmeidiger zu werden etwa in der Landung – da konnten sich die Voltigierer einiges abschauen bei den Parkourern. Flick Flack vom Pferd oder Salto – darin wollten auch einige Garreler Voltigierer Grams und Lichtenberg nacheifern.

Mit „Ninja Warrior“ verbinden die „Voltis“ eine eigene Geschichte: Denn die Sendung läuft häufig, wenn sie am Deutschen Voltigierturnier teilnehmen. Das gemeinsame Schauen am Abend ist Pflicht. Umso mehr jetzt, wo sie einen Teilnehmer kennengelernt haben. Eine Neuauflage in Garrel soll es ebenfalls geben.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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