Etne /Falkenberg Direkt am Fjord, nur eine kurze Fahrt bis in die Berge. „Die Landschaft ist grandios“, sagt Marie Hempen. Die 18-jährige aus Falkenberg lebt seit dem 31. August als Au- pair in Etne, einem rund 3000 Einwohner zählenden Ort an der Westküste im Süden Norwegens – „sehr ländlich“, wie sie sagt.

„Für mich war es eigentlich schon immer klar, dass ich nach dem Abi erst einmal ins Ausland gehen würde“, berichtet die Falkenbergerin. Und so kam es denn auch, nachdem sie das Abitur am ULF in Cloppenburg bestanden hatte. Amerika war die ursprüngliche Wahl, nur: „Da gehen ja viele hin.“ Also Skandinavien, Schweden oder Norwegen. Die Wahl fiel schließlich auf Norwegen, weil dort die Vermittlung besser sei, berichtet Marie Hempen während ihres Weihnachtsurlaubs im Gespräch mit der NWZ.

Das Weihnachtsfest sollte sie eigentlich in Dänemark bei der Verwandtschaft der Gasteltern verbringen. Da dort aber der Platz fehlte, war schnell die Entscheidung gefallen, Weihnachten und den Jahreswechsel in der Heimat Falkenberg zu feiern.

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Hier kann sie Wintersport nur am Fernseher verfolgen. Marie Hempen ist seit langem großer Biathlon-Fan. Deshalb freute es sie umso mehr, als sie erfuhr, dass im kommenden Jahr die Biathlon-Weltmeisterschaft in Oslo stattfindet. Karten dafür hat sie bereits geordert.

Zu ihrer Gastfamilie in dem rund 2,5 Stunden von der Stadt Bergen entfernten Ort gehören zwei dänische Ärzten, die wegen des Berufs nach Norwegen gezogen waren, sowie zwei Kinder: Theodor (6) und Augusta (3). Nach anfänglichen Schwierigkeiten klappt auch mittlerweile die Kommunikation mit den Kindern sehr gut.

Mit ihren Gasteltern spricht Marie Hempen englisch, die Kinder sprechen nur norwegisch. Doch nach etwa drei Monaten Norwegisch-Unterricht an der Sprachschule, die sie an drei Tagen in der Woche besucht, kann sie sich sowohl mit den Kindern, als auch im Supermarkt in der Landessprache verständigen.

Deutsch zu sprechen – das fehle ihr aber schon manchmal. Ausgiebig Gelegenheit dazu hatte sie bei einem Ausflug mit acht Au-pair-Freundinnen zu einer Hütte in den Bergen – fernab der Zivilisation, ohne Strom bei Minus 16 Grad Celsius. „Eine tolle Erfahrung.“ Insgesamt sind aus ihrer Organisation derzeit rund 30 Au-pairs in Norwegen. Bei einem Treffen in Bergen lernte sie zahlreiche von ihnen kennen.

In der kommenden Woche wird sie wieder nach Norwegen fliegen. Dann klingelt morgens um 6 Uhr der Wecker. Nach dem gemeinsamen Frühstück muss sie die Kinder fertig für Schule und Kindergarten machen und dort hinbringen, bevor sie selbst in die Sprachschule geht. Zudem unterrichtet die sympathische junge Frau an zwei Tagen in der Woche Deutsch an einer Highschool. Um 14.30 Uhr holt sie die Kinder wieder ab und verbringt den Nachmittag mit ihnen. Zeit für sich, etwa für den Besuch im Fitnessstudio, hat sie vor allem an den Abenden.

Im Juni wird sie ihren Aufenthalt in Norwegen beenden. Dann möchte sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau antreten. Bis dahin hält sie regelmäßig Kontakt mit ihren Eltern in Falkenberg per Skype oder Facetime. Ihre Mutter hat sie bereits einmal besucht. Im Mai kommen Mutter und Vater mit dem Auto, um schon einige Dinge mit zurück zu nehmen.

Ihre Entscheidung, ins Ausland zu gehen, habe sie nie bereut und würde auch jedem, der nach dem Abi noch nicht genau weiß, was er machen möchte, zu diesem Schritt raten. Und Norwegen? „ein tolles Land“: die Natur, klar. Aber auch die Menschen seien sehr hilfsbereit.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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