Bevern /Wildeshausen Was in der vergangen Saison so leicht von der Hand, besser vom Fuß ging, das Nutzen von Torchancen, ist für den amtierenden Landesliga-Meister SV Bevern im Moment das große Problem. Denn beim VfL Wildeshausen, der am Ende grenzenlos jubelte und seinen Torwart David Lohmann in den Himmel hob, setzte es mit dem 1:2 (0:1) die vierte Niederlage in Folge.

Kleiner Trost: Der Abstand zur Spitzengruppe ist erträglich, alle Niederlagen gab es auf fremden Plätzen, und die Mannschaft lässt spielerisch wie kämpferisch keine Wünsche offen. „Wir haben deshalb auch nicht ausgewechselt, denn alle Spieler habe ihre Sache gut gemacht – mit einer Ausnahme“, sagte Co-Trainer Peter Hölzen und meinte die Chancenverwertung. Als er in seinem Bericht aufzählte, kamen am Ende mehr als ein Dutzend nennenswerte Chancen heraus. Bezeichnend, die Aussage von VfL-Trainer Marcel Bragula zur Pause beim Stand von 1:0. „Wenn das so weiter geht, können wir von Glück reden, nur 1:3 zu verlieren. Der Druck, den Bevern entfacht, ist enorm hoch.“

Aber Fußball ist eine Ergebnissportart, und so reichte die erste gefährliche Flanke von Jan Lemkuhl, die der freistehende Robin Ramke per Kopf verwertete (40.), um vor ne zu liegen. Bis dahin hatte aber Sebastian Sander (16., 21., 22., 27.) schon klare Chancen ausgelassen, wobei die letzte Möglichkeit der Ex-Cloppenburger Marius Krumland auf der Linie zunichte machte.

Nach der Pause bestimmte Bevern das Spiel, Wildeshausen musste sich zurückziehen, verteidigte den Vorsprung und durfte sich bei Lohmann bedanken, der gegen Albi Dosti (51.), Tim von dem Brinke (69.) und Sascha Thale (75.) hervorragend hielt. Die Quittung fürs Auslassen gab es in der 80. Minute, als ein Pressschlag bei Lehmkuhl landete, der die Kugel ins lange Eck zum 2:0 einschob (80.). Drei Minuten später traf Feldhus per Kopfball den Pfosten – es war die dritte und letzte Chance für den VfL, während Bevern nicht aufhörte, Chancen auszulassen und auch Pech zu entwickeln.

Sehr zweifelhaft war die Abseitsentscheidung in der 87. Minute, als nach der achten Ecke im zweiten Abschnitt Sander zum 1:2 traf. Erst in der Nachspielzeit verkürzte Sander tatsächlich auf 1:2 (90.+3). Und hätte Lohmann gegen von dem Brinke kurz danach nicht exzellent reagiert, Bevern hätte wenigstens einen mehr als verdienten Punkt mitgenommen. Aber im Moment herrscht eben die Ergebniskrise . . .

Tore: 1:0 Ramke (41.), 2:0 Jan Lehmkuhl (80.), 2:1 Sander (90.+3).

SV Bevern: Puncak - Wichmann, Düker, Stoimenou, Bramscher, Niemeyer, Bürkle, Thale, Dosti, Sander, von dem Brinke.

Schiedsrichter: Tobias Zunker (Zetel).

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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