Bevern Was Stadionsprechen Hans-Jürgen Dreckmann, der das Team mehrfach mit viel Emotion anfeuerte, nach dem Fußball-Landesligaspiel süffisant zum Besten gab, war Erleichterung und Stolz pur. Erstmals habe der SV Bevern mit dem 3:1 (1:0) einen Tabellenführer geschlagen und eine Negativserie von vier Auswärtsniederlagen beendet. Dass bisher noch kein Spitzenreiter wie der SC Melle an Bevern scheitern konnte, ist einfach, denn im Vorjahr war das Team von Matthias Risse stets on Top.

Diesmal ging es in erster Linie darum, den „Turnaround“, wie der Coach nach der spannende Partie betonte, Realität werden zu lassen. Angesichts der Enge in dieser Liga, wo wirklich jeder gegen jeden gewinnen kann, sind lange Negativtrends gefährlich.

Da kam der Spitzenreiter durchaus zur richtigen Zeit, denn Melle spielte kräftig mit, was Beverns Spielweise zugute kommen kann, wenn nicht diese eklatante Abschlussschwäche wäre. „MelIe war ein sehr guter Gegner, technisch stark mit durchdachten Aktionen nach vorne und hinten gut gestaffelt“, sagte Risse nach dem Spiel, der allerdings froh darüber war, dass seine Schützlinge die anfangs deutlich spürbare Nervosität allmählich ablegen konnte, obwohl Melle mehr Ballbesitz hatte, aber nur zweimal gefährlich wurde. Einen Distanzschuss von Malte Moß hielt Till Puncak fest (5.). Der Keeper hatte Glück, als nach Pressschlag mit Dennis Greiff der Ball übers Tor flog (16.).

Doch die Pässe beim SVB wurden nun genauer, Christian Düker, wieder der souveräne Abwehrboss, flankte auf Albi Dosti, der völlig unbehelligt im Strafraum den Ball am Tor vorbei köpfte (21.). Sollte es so weitergehen wie in den letzten Wochen zuvor – mit Chancen als ungenutzter Dutzendware?

Diesmal hatte Bevern das Momentum aber für sich, denn kurz vor der Pause führte der Gastgeber: Jakub Bürkle legte quer auf Sebastian Sander, der den Ball am Torwart Florian Munz vorbeispitzelte. Die Kugel rollte ewig lange aufs leere Tor zu. „Ich dachte schon, der Ball bleibt am Pfosten liegen“, sagte Risse nach dem Spiel, doch die Kugel landete zum 1:0 im Netz.

Bevern wirkte befreit. Denn obwohl der Torschütze wegen einer Zehenprellung ausschied, kam für Sander mit Sascha Thale, der wegen muskulärer Probleme nur im Notfall eingesetzt werden sollte, der Mann des zweiten Abschnitts. Mit seinen Sprints riss Thale Löcher in die Abwehr der Gäste, und nur fünf Minuten nach seiner Einwechselung nahm er einen Querpass von Bernd Gerdes auf und traf aus 20 Metern zum 2:0 (50.). Sieben Minuten später revanchierte sich Thale, setzte sich auf der linken Seite durch, schaute und bediente Gerdes maßgerecht, der aus kurzer Distanz zum 3:0 vollstreckte.

Melle war von dieser schnellen Entwicklung nicht geschockt, erhöhte den Druck und verkürzte per Foulelfmeter durch Greiff – Till Puncak hatte Gregorio Andrade gelegt – auf 1:3 (63.). Der Rest war ein Anrennen der Gäste, die nur noch durch Jordan Dusinovic, der aus zwei Metern den Ball übers Tor jagte (78.), einmal torgefährlich wurden. Dem standen Konterchancen durch Dosti (71.) – schied mit Oberschenkelreizung später aus – und Thale (85.) gegenüber. Doch diesmal reichte es zum verdienten Erfolg.

Tore: 1:0 Sander (45.), 2:0 Thale (50.), 3:0 Gerdes (57.), 3:1 Greiff (63., Foulelfmeter).

SVB: Puncak - Wichmann, Stoimenou, Düker, Gerdes (63. Tobias große Macke), Bramscher, Bürkle, Niemeyer, Dosti (83. Gotfrit), Sander (46. Thale), von dem Brinke.

Schiedsrichter: Jannik Weinkauf (Oldenburg).

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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