Bevern Nach mehrwöchiger, allerdings erfolgloser Auswärtstournee mit insgesamt vier mehr oder weniger enttäuschenden Partien und vier Niederlagen in Folge, will der SV Bevern vor eigenem Publikum den Trend endlich stoppen. Doch an diesem Sonntag (15 Uhr) kommt ausgerechnet der Spitzenreiter SC Melle ins Stadion an der Calhorner Straße, wo Bevern seit dem 22. September kein Heimspiel mehr bestritten hat – damals vom VfR Voxtrup 1:1 trennte – zuvor der letzte Sieg vom 15. September (3:1 in Schüttorf) datiert.

Leistung stimmt

Doch all den negativen Ergebnissen zum Trotz, besteht kein Grund zur Panik, schließlich beträgt der Abstand zum SC Melle nur sieben Punkte, was angesichts dieser Negativserie erstaunlich ist. Allerdings beträgt der Abstand zum ersten Abstiegsrang auch nur noch fünf Punkte.

„Sicher kann es so nicht weitergehen. Aber es ist wirklich eine Ergebniskrise, denn die Leistungen stimmen“, sagt Trainer Matthias Risse, der seiner Mannschaft gute technische und und taktische Vorstellungen attestiert. Wie auch zuletzt in Wildeshausen, wo die Mannschaft selbst in der Nachspielzeit sich noch zwei klare Möglichkeiten zum Ausgleich erspielte, trotz des unglücklichen Spielverlaufs nie aufgegeben habe.

Abschlusssicherheit fehlt

„Die Mannschaft hat erneut Charakter gezeigt und so gespielt, das überhaupt keine Veranlassung für Auswechselungen bestand, weil wir offensiv sowieso reichlich Spieler auf dem Feld hatten“, sagt Risse, der obendrein betont, dass physisch seine Mannschaft in bester Verfassung sei. Was einfach fehle, ist die Sicherheit im Abschluss. Denn in der vergangenen Saison, als es selten Probleme mit dem Torabschluss gab, wären nun wohl neun Punkte mehr auf dem Konto, wie Risse betont. Zurzeit fehle neben dem Glück im Abschluss auch die stetige Konsequenz in der Abwehr. Vier Situationen innerhalb 90 Minuten wie in Wildeshausen müsse Bevern schon überstehen können statt zwei Treffer zu kassieren. „Zurzeit nutzen unsere Gegner ihre wenigen Möglichkeiten einfach besser aus“, sagt Risse.

Mit dem SC Melle kommt momentan das Gegenteil des SV Bevern. Nur eine Saisonniederlage und im Gegensatz zum Vorjahr, als zu dieser Phase Melle Tabellenletzter war, läuft es. Auch wenn, wie zuletzt gegen den FC Schüttorf beim 2:1-Heimerfolg, viel Glück im Spiel war, als Yakup Akbayram in der Nachspielzeit zum Siegtreffer traf. Aber nicht nur der Spielmacher und Torjäger (sieben Tore) sorgt in der Offensive für viel Gefahr. Die Neuzugänge Amir Redzic (fünf) und Pablo Andrande (drei) sind ebenso zu beachten. Ferner stellt Trainer Robert Twyrdy mit Neuzugang Christopher von Rekowski und mit Konstantin Strohmeyer eine sehr stabile Innenverteidigung, die mit zwölf Gegentreffern zweitbeste Abwehr der Liga.

Zuversicht bleibt

Aber Trainer Risse ist zuversichtlich, gegen Melle wieder den Erfolgsweg ansteuern zu können. „Wir werden wie immer versuchen, das Spiel zu gestalten und auf unsere Stärken zu setzen“, sagt der Coach. Bis auf Julius Liegmann, der eventuell noch ein Spiel gesperrt sein wird, sollte alles an Bord sein können.

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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