Bevern /Essen Haben Derbys so wie auch Pokalspiele ihre eigenen Gesetze? Beim Landesliga-Duell des SV Bevern gegen den BV Essen vor etwa 500 Zuschauern, die sich coronamäßig korrekt verhielten, kam der Gastgeber und Favorit nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. „Wir haben dieses Unentschieden quasi selbst für unsere Gäste erledigt, weil wir sie stark gemacht haben und vor allem bei unseren Kontern den Sack nicht haben zumachen können“, sagt Olaf Blancke, Trainer des SV Bevern.

Er konnte mit seinem Team nicht zufrieden sein, denn trotz früher Führung bekam Bevern Spiel und Gegner nie richtig in den Griff, auch wenn am Ende ein Chancenplus blieb. Essen agierte gut vorbereitet, versuchte das Tempo mitzugehen, störte früh, um Bevern nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. „Ich habe meinen Jungs gesagt, dass sie das Tempo mitgehen können und müssen und dabei die Geduld behalten sollen“, sagte Mohammad Nasari, Trainer des BV Essen.

Er vergaß nicht, seinen Torwart Janne-Ole Kay zu loben, der nach der Pause Beverns Konterchancen eiskalt zunichte gemacht hatte. Gegen den 0:1-Pausenrückstand konnte er nichts ausrichten. Paul Tepe hatte von der linken Seite geflankt, Bernd Gerdes schüttelte seinen Gegenspieler ab, weit und breit war sonst niemand zu sehen, der den Einschuss zum 1:0 hätte verhindern können (12.). Wer nun dachte, das Derby nehme den erwarteten Gang, wurde getäuscht. Selten kombinierte Bevern sauber und gefährlich, nur eine Direktabnahme von Albi Dosti auf Gerdes-Flanke sorgte für Gefahr, aber der Ball verfehlte das Tor (18.).

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Nach der Pause wurde das Duell ausglichen, da Essen immer wieder störte, Bevern keinen Spielfluss entwickelte. Als die Gäste allmählich mehr riskieren mussten, öffneten sich Räume. Aber die Konter wurden kläglich vergeben, oder „Kay in der Essener Kiste“ passte auf wie gegen Sascha Thale (69., 81.), der vor ihm ebenso völlig allein auftauchte wie Sebastian Sander (68.), der ebenfalls scheitere. Und so kam es, wie es meist kommen muss: Pechvogel Thale fälschte einen Ball in Richtung eigenes Tor so unglücklich ab, dass Awrdekhan Kheder allein auf Torwart Till Puncak zumarschieren und eiskalt zum 1:1 vollstrecken konnte (84.). Zuvor hatte der am Ende jubelnde Essener Anhang kräftig durchgeatmet, als in der 74. Minute Ilias Kasapis ein Handspiel im Strafraum unterlief, das die Unparteiischen aber nicht mitbekamen.

Dennoch muss sich Bevern die Schuld an diesem Rückschlag selbst zuschreiben.

Tore: 1:0 Gerdes (12.), 1:1 Kheder (84.).

SV Bevern: Puncak - Düker, Wichmann, T. große Macke, Tepe (86. Schulte), Thoben, Neldner (90. Liegmann), Dosti (79. Hoffmann), Gerdes, Thale, Sander.

BV Essen: Kay - Maletzko, Buzynnikov, Rostowski, Kasapis, Lohe, Erkecivic, Krasniqi, Abel (79. Thaci), Muric (61. Salihagic), Sillah (50. Kheder).

Schiedsrichter: Maximilian Nie-Hoegen (Lingen).

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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