Bethen /Santa Susanna Spanien war eigentlich schon immer ein beliebtes Urlaubsziel. Doch unter der Sonne Spaniens lassen sich nicht nur hervorragend die Füße hochhalten. Die iberische Halbinsel eignet sich auch sehr gut dazu, sich intensiv mit dem Thema Fußball auseinanderzusetzen. Dies erlebte vor Kurzem der Bether Fußball-Schiedsrichter Hannes Hettwer, als er im Rahmen der dritten Fußballhelden-Bildungsreise des Deutschen Fußball-Bundes und der gemeinnützigen Gesellschaft „Komm Mit“ im spanischen Santa Susanna zu Gast war.

Hettwer war nicht allein. Exakt 214 Jugendtrainer und Jugendleiter, die im Zuge des Ehrenamtprojektes „Fußballhelden – Aktion junges Ehrenamt“ ausgezeichnet worden waren, folgten der Einladung, hieß es in einer Pressemitteilung.

Per Bus nach Spanien

Hettwer entschied sich, die Tour nach Santa Susanna per Bus anzutreten. Dies sei genau die richtige Entscheidung gewesen, sagte er. „Während der Busfahrt ist man gleich mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch gekommen. Es herrschte auf Anhieb eine gute Stimmung“, so Hettwer.

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Bei der Ankunft in Spanien wurden sie unter anderem von Peter Frymuth (DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung) begrüßt. „Stellvertretend für viele Tausend junge Trainerinnen und Trainer sowie junge Jugendleiterinnen und Jugendleiter können wir in diesem Jahr erstmals über 200 Ehrenamtliche in Santa Susanna begrüßen. Mit dieser Ehrung möchten wir einen Beitrag dazu leisten, Menschen, die sich bereits in jungen Jahren für den Fußballsport engagieren, weiter zu motivieren und zu fördern.“

Hettwer für ein Engagement im Fußballsport zu begeistern ist nicht schwer. Der bekennende Anhänger des vierfachen deutschen Meisters 1. FC Kaiserslautern bringt eine hohe Eigenmotivation mit. Fußball ist für ihn mehr, als ein 1:0. Der heute 21-Jährige stieg bereits im Alter von 15 Jahren als Jugendtrainer beim SV Bethen ein. Seinerzeit übernahm er mit Manfred Tapken zusammen die E-Junioren. Das Duo Tapken/Hettwer sollte mit der Mannschaft in den Jahren der Zusammenarbeit große Erfolge feiern. Diese vier Jahre als Jugendtrainer waren auch der Hauptgrund dafür, dass Hettwer als „Fußballheld“ geehrt wurde.

Theorie und Praxis

Nur aufgrund von beruflichen Verpflichtungen legte er später das Amt des Jugendtrainers erstmal auf Eis. „Wenn ich beruflich wieder weniger um die Ohren habe, werde ich bestimmt wieder im Jugendbereich aktiv sein“, sagt Hettwer, der sich auch als Schiedsrichter einen guten Namen gemacht hat.

Doch zurück nach Spanien: Nach dem Einchecken am Montag standen am Dienstag und Mittwoch die ersten Theorie- und Praxiseinheiten an. Die Teilnehmer wurden in zwölf Gruppen aufgeteilt, die 26 Referenten aus den verschiedenen Landesverbänden leiteten. Unter den Referenten waren zum Beispiel der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Lutz Wagner sowie Thomas Nörenberg (Assistenztrainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft) und Markus Hirte (Leiter der Talentförderung des DFB). „Von den Vorträgen und Praxiseinheiten konnte ich jede Menge Tipps mitnehmen“, freute sich Hettwer.

Besuch im „Camp Nou“

Am Donnerstag besuchten die Teilnehmer die Stadt Barcelona. Neben einer Stadtrundfahrt besichtigten die „Fußballhelden“ auch das „Camp Nou“. Die Heimstätte des weltberühmten Clubs FC Barcelona. Dies sei ein beeindruckendes Erlebnis gewesen, so Hettwer.

Am Freitag stand wieder eine Trainingseinheit auf dem Programm. Diesmal ging es in die Halle. Marcel Loosveld, Trainer der deutschen Futsal-Nationalmannschaft, demonstrierte mit Unterstützung einer Auswahlmannschaft eine Futsal-Trainingseinheit. Anschließend ging es von der Theorie in die Praxis über. Die Teilnehmer bekamen die Möglichkeit, auf insgesamt fünf Spielfeldern selbst in den Futsal-Sport einzutauchen. Sie spielten die gezeigten Übungen aus der Demo-Einheit nach.

Hettwer für Ehrenamt

Die Woche in Spanien war für Hettwer und & Co. gespickt mit vielen Erlebnissen. Eine Reise, die Hettwer gut gefallen hat. „Das hat echt Spaß gemacht, und wir hatten eine Topstimmung. Es war ein guter Erfahrungsaustausch, den ich nicht missen möchte“, meint Hettwer. Sich ehrenamtlich zu engagieren, lohne sich, so Hettwer. „Es hat mir viel gebracht und mich auch in meiner Persönlichkeit weitergebracht.“ Und eines ist für ihn auch sonnenklar: „Ohne Ehrenamt ist Vereinsarbeit im Amateurfußball gar nicht möglich. Deshalb finde ich es gut, wenn sich Leute in den Vereinen ehrenamtlich engagieren. Davon lebt die Basis.“

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