Oldenburg Späte Siege sind die schönsten. Und gelingt ein solcher in einem Derby wird er noch um einiges schöner. Da ist Feiern erlaubt. Und das taten die Regionalliga-Fußballer des BV Cloppenburg am Sonntag im Oldenburger Marschweg-Stadion. Nach einer dramatischen Schlussphase triumphierten die Soestestädter mit 2:1 beim Erzrivalen von der Hunte (siehe Bericht auf Seite 12).

Während der BVC auf dem Rasen tanzte und sang, schlichen die Oldenburger wie begossene Pudel zu ihren wütend schimpfenden Fans.

Zehn wackere Cloppenburger düpieren übermütig auf Sieg spielende Oldenburger

VfB Oldenburg - BV Cloppenburg 1:2 (0:0).

BV Cloppenburg John (2,0) - Wohlfahrt (3,5, Krumland (3,5), Thomes (3,5), Olthoff (2,0) - Köster (3,5, Abramczyk (4,5, 77. Hegerfeld ), Gerdes (2,5, 90+2, Schmiederer), Wangler (3,0) - Gerdes-Wurpts (4,5), Wernke (4,0).  

Tore 0:1 Wernke (85.), 1:1 Ficara (88.), 1:2 Gerdes (90+1).

Ecken 1:2.

Chancen 5:5.

Personal/Taktik Der BVC nach dem 2:1 gegen Norderstedt für den gesperrten David Niemeyer mit Michael Abramczyk, der in der Zentrale spielte. Von dort wechselte im „4-4-2“ Gerrit Thomes in die Innenverteidigung. Oldenburg gegenüber dem 0:4 in Bremen anstelle von Keeper Jannik Zohrabian mit Torwarttrainer Christian Gropius zwischen den Pfosten sowie Florian Stütz für Daniel Block. Taktisch begann der VfB mit einem „4-2-3-1-System“.

Fazit In einem spielerisch ganz schwachen Derby erwies sich der BVC trotz Unterzahl in der dramatischen Schlussphase gegen auf Sieg spielende Oldenburger als cleverer.

Spieler des Spiels Daniel Olthoff - Der BVC-Linksverteidiger machte die wenigsten Fehler. Top-Zweikampfquote. Gute Vorstöße und Vorbereiter des 1:0.

Schiedsrichter Nils Riedel (Bremen) - Lange solide. Verlor am Ende den Überblick. Die Ampelkarte gegen Gerdes-Wurpts (75.) war überzogen. Note: 4,5.

Zuschauer 1575.  

Nächstes Spiel Am Sonntag (14 Uhr) zu Hause gegen ETSV Weiche-Flensburg.

Erstmals gelangen dem BVC in dieser Serie zwei Dreier in Folge. Der Triumph in Oldenburg war allerdings bereits der dritte Derbysieg nach dem 2:0 in Rehden und dem 4:0 gegen Meppen. Lohn war der Satz vom 16. auf den zwölften Platz. Oldenburg wurde sogar überholt.

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Paralysiert wirkend rief VfB-Coach Kristan Arambasic, der das Auditorium nach Spielschluss geschlagene 30 Minuten auf sein Statement warten ließ, den „Abstiegskampf“ aus. Zuvor hatte BVC-Trainer Jörg-Uwe Klütz an alter Wirkungsstätte seinem Team einen „verdienten Sieg“ attestiert. „Wir wissen, wie Abstiegskampf geht. Es war ein schwaches Spiel, in dem wir weniger Fehler gemacht haben“, meinte ,Klützer’, der sich ein gelegentliches Grinsen nicht verkneifen konnte.

Schließlich hatte zu Beginn der Schlussphase fast alles für Oldenburg gesprochen. BVC-Stürmer Andreas Gerdes-Wurpts sah eine umstrittene wie auch unnötige Ampelkarte (75.). Damit verpasste „AGW“ dem faden Derby allerdings das späte Startsignal.

Oldenburg spielte auf Sieg, fand die Lücke gegen formidabel kämpfende Cloppenburger aber nicht. Gerrit Thomes blockte auf der Linie einen Schuss von Nils Laabs weg (83.). Dann hätte sich Ex-BVCer Paul Kosenkow zum VfB-Helden machen können. Doch Sigi John hielt sensationell (85.). Der direkte Gegenzug: Daniel Olthoff flankt butterweich von links und Tim Wernke köpft ins Dreieck.

Hektik kommt auf. In der 88. Minute legt Olthoff Kosenkow. Referee Nils Riedel (Bremen) zeigt auf den Punkt. Der BVC protestiert, denn der Tatort lag deutlich vor dem Strafraum. Der Assistent korrigiert den Spielleiter. Doch Alessandro Ficara schaufelt den Freistoß mit Ansage über die Mauer zum 1:1 ins Netz. Der Marschweg tobt. Der BVC schüttelt sich. Und wie. Die Extrazeit läuft. Jonas Wangler überrascht den laut Arambasic „pennenden“ VfB mit einem blitzschnell ausgeführten Freistoß auf Wernke, der vors Tor passt. Dort kennt der Nieholter Bernd Gerdes keine Gnade und hämmert den Ball ins Netz. Ein Schuss mitten ins Mark der Oldenburger.

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