KREIS CLOPPENBURG Barßeler blamieren sich, Peheimer werden langsam zu Prügelknaben: Die STV- und SVP-Fußballer sehnen das Ende der Bezirksliga-Saison herbei. Während Barßel am vorletzten Spieltag zu Hause gegen Schlusslicht Arminia Rechterfeld eine 1:4-Klatsche kassierte, musste Absteiger Peheim bei Falke Steinfeld die achte Niederlage in Folge hinnehmen (0:3).

STV Barßel - Arminia Rechterfeld 1:4 (0:2). „Wir haben uns nach allen Regeln der Kunst blamiert“, ärgerte sich STV-Coach Andreas Siepe nach der Begegnung, die für die Barßeler eine der besonders unangenehmen Art geworden war. „Ich habe ein Spiel von elf Individualisten gegen ein Team gesehen. Enttäuschung habe ich nach den letzten Spielen empfunden, inzwischen ist da vor allem Frust und Ärger. Aber wir schauen uns genau an, wer sich wie präsentiert – schließlich ist die neue Saison nicht mehr fern.“

Die alte Saison brachte den Barßelern am Sonntag die alten Probleme. Zwar spielte sich der STV durchaus Chancen heraus, mehr als ein Tor von Martin Kreklau (17.) gab es für die STV-Anhänger aber nicht zu bejubeln – es war das 100., das Rechterfeld in dieser Saison kassierte. „Das sagt doch schon alles über die Abwehrstärke der Arminia“, schimpfte Siepe.

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Besonders torgefährlich hatten sich die Rechterfelder bis Sonntag auch nicht präsentiert. In Barßel durfte Florian Greiffendorf dann aber gleich dreimal jubeln (14., 84., 90.). Sebastian Heun hatte STV-Schlussmann Joshua Mellides ebenfalls keine Chance gelassen (26.). „Der konnte noch am wenigsten dafür, dass wir verloren haben“, sagte Siepe. „Er bringt als einziger konstant seine Leistung.“

Tore: 0:1 Greiffendorf (14.), 1:1 Kreklau (17.), 1:2 Heun (26.), 1:3, 1:4 Greiffendorf (84., 90.).

STV Barßel: Mellides - Becker, Faust, Büscherhoff, Frye, Elsen, Koch, Epkes, Kreklau, Weber, Niehaus (46. Fugel).

Schiedsrichter: Tim Valkema (Emden).

Falke Steinfeld - SV Peheim 3:0 (1:0). „Steinfeld musste noch, wir nicht – und das war zu sehen“, sagte SVP-Betreuer Christian Wernke. So zeigten die Falken, dass sie unbedingt Punkte brauchen. Nach Florian Klökers Treffer in der 35. Minute schien dann auch schon klar zu sein, dass sie die auch bekommen würden. Der Verteidiger war nach einem Pass in die Mitte einen Tick eher als SVP-Schlussmann Michael Anneken am Ball gewesen, hatte diesen umkurvt und eingeschoben. Und da Peheim weitgehend harmlos blieb, schien das schon zu reichen.

Allerdings gingen die Gastgeber dann doch auf Nummer sicher: Sie drängten auf Tor Nummer zwei und wurden in der 58. Minute belohnt: Eine scharfe Hereingabe von rechts versenkte Andre Ringkamp, indem er einfach den Fuß hinhielt. „Da waren wir hinten wieder offen“, ärgerte sich Wernke.

Zwei Minuten später schüttelte er schon wieder den Kopf: diesmal nicht wegen der eigenen Mannschaft, sondern wegen Schiedsrichter Christoph Vogt. Der hatte ein Tor von Damiano Ellermann, der nach einem langen Pass aus fünf Metern Torentfernung eingeschoben hatte, anerkannt. „Der Steinfelder war mindestens fünf Meter im Abseits“, schimpfte Wernke. Um gleich darauf klar zu machen: „Am Schiedsrichter lag es natürlich nicht, dass wir verloren haben. Das haben wir uns schon selbst zuzuschreiben.“

Tore: 1:0 Klöker (35.), 2:0 Ringkamp (58.), 3:0 Ellermann (60.).

SV Peheim: Anneken - Cordes, Timme, Willenbring, Thien, Michael Schrapper, Stefan Bregen (77. Koopmann), Markus Schrapper, Langlets (12. Einhaus), Kreutzmann, Timpker.

Schiedsrichter: Christoph Vogt (Osnabrück).

   Während die meisten Fußball-Bezirksligisten jetzt noch einmal zwei Wochen Pause machen und am Sonntag, 3. Juni, ihr letztes Saisonspiel bestreiten, verabschiedet sich der SV Peheim bereits am kommenden Freitag aus der Liga: Der Absteiger trifft zu Hause um 20 Uhr auf Schwarz Weiß Osterfeine.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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