GIFHORN Wenn man in einem Bronzemedaillengewinner der Deutschen Meisterschaft seinen Meister findet, ist das ja eigentlich nicht so schlimm. Besonders, wenn man gerade erst am Anfang seiner Laufbahn steht. Dennoch war Boxerin Kristina Zizer am Wochenende tief enttäuscht, nachdem sie das Landesmeisterschafts-Finale in Gifhorn gegen Devran Yildiz (Papenburg) verloren hatte. Obwohl die Athletin des Vereins Freizeit und Sport Cloppenburg der Topfavoritin einen großen Kampf geliefert hatte, war sie kaum zu trösten. Und genau deshalb ist ihr Trainer Wladimir Sterlikow davon überzeugt, dass sie es noch weit bringen wird. „Sie gibt sich nicht so leicht zufrieden und hat ein großes Kämpferherz. Wenn sie so weitermacht, schafft sie es vielleicht sogar mal zu den Olympischen Spielen.“

Das Motto „Dabei sein ist alles“ passt allerdings so gar nicht zu ihr. Das musste auch  Yildiz schmerzhaft feststellen. Die Bronzemedaillen-Gewinnerin der Deutschen Juniorinnen-Meisterschaften 2011 in Straubing (Bayern) war als turmhohe Favoritin in das Duell gegangen. Schließlich hatte sie vor dem niedersächsischen Finale der U-19 bis 54 Kilogramm schon fast 30 Kämpfe bestritten, während Zizer gerade mal in ihren vierten ging.

„Ich bin mir sicher, dass Devran Kristina nicht ernst genommen hat“, sagte Sterlikow. Sollte das tatsächlich der Fall gewesen sein, dürfte ihr das nicht noch einmal passieren. So harte Schläge musste sie einstecken. Allerdings musste Zizer noch deutlich mehr davon verdauen. Der härteste Schlag war für sie allerdings, dass sie sich mit Platz zwei zufrieden geben musste.

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Dafür, dass ihn jeder Gegner ernst nimmt, hat auch Zizers Teamkamerad Kevin Dubhorn in Gifhorn gesorgt. Er hatte sich im Landesmeisterschafts-Finale der U-19 bis 69 Kilogram mit dem deutlich größeren Alex Sonnenberg (Isenbüttel) auseinandergesetzt. „Kevin hatte es wegen der Reichweiten-Vorteile seines Gegners schwer, aber er hat super geboxt“, lobte Sterlikow. „Das war der beste Kampf, den ich von ihm gesehen habe.“

So hatte Dubhorn das Duell bis in die dritte Runde offen gehalten. Allerdings musste er in der zwei schwere rechte Graden einstecken – zwei Schläge, die auf den Punktzetteln der Richter den Ausschlag gegeben haben dürften.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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