CLOPPENBURG Der ein oder anderen Spielerin dürften sie schon auf den Wecker gefallen sein: Die Lobeshymnen auf die polnischen Nationalspielerinnen Agnieszka Winczo und Marta Stobba, die nach fast jedem Sieg der Cloppenburger Zweitliga-Fußballerinnen zu hören waren. Die beiden sind nun einmal unverzichtbar für den BV Cloppenburg. Ihre Tore und Vorlagen haben den BVC im Titelrennen gehalten. Allerdings sind in den ersten Monaten 2012 gleich zwei Spielerinnen aus dem Schatten der Polinnen getreten. Jasmin Eder und Jackie Cruz sind die Aufsteigerinnen der letzten Wochen. Am Ostermontag haben sie noch einmal gezeigt, wie wichtig sie inzwischen für den BVC sind. Beim 2:0-Sieg in Jena (siehe auch Seite 13), der die Aufstiegshoffnungen des BVC am Leben hält, waren sie neben Caitlin Howard die besten Spielerinnen der Elf von Trainerin Tanja Schulte.

Dabei hatte das für Eder bisher so erfolgreiche Jahr mit einer kleinen persönlichen Niederlage begonnen. Im ersten Spiel gegen den Magdeburger FFC (2:1) hatte sie Schulte als „klassische Zehn“ aufs Feld geschickt. In dieser Rolle konnte die österreichische Nationalspielerin ihre Trainerin nicht überzeugen. Seit die Verantwortung im Spielaufbau aber wieder auf mehrere Schultern verteilt ist, läuft es für die 20-Jährige umso besser.

Im Spiel bei der Thüringer Bundesliga-Reserve war sie wieder einmal eine der auffälligsten Spielerinnen: Nach 20 Minuten traf sie aus elf Metern die Latte des Thüringer Tores, kurz vor der Pause dann sogar mitten ins Schwarze. Volley jagte sie den Ball in der 42. Minute zum wichtigen 1:0 für den BVC in die Maschen des Gegners.

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Präziser Eckball

Und als sich Schulte schon auf eine nervenaufreibende Schlussphase einstellte, trat Eder einen Eckball, den Marie Pollmann mit dem Kopf ins Gäste-Gehäuse verlängerte (69.). „Wenn eine Mannschaft zwei Tore macht und eine Spielerin an beiden Treffern beteiligt ist, zeigt das, wie wichtig sie zurzeit ist“, lobte Schulte die Österreicherin.

Die hatte beim ersten Tor allerdings von einer tollen Flanke profitiert. Die hatte Jackie Cruz geschlagen – die zweite Aufsteigerin des Jahres 2012. Die US-Amerikanerin hat sich nach einer durchwachsenen Hinrunde in der Vorbereitung zurück in die Stammelf gekämpft. Nun ist sie aus dem Schulte-Team kaum noch wegzudenken. Sie beackert die linke Seite, steht fast immer richtig und gewinnt beinahe jeden Zweikampf.

Howard stoppt Stürmerin

Ihrem Beispiel scheint nun ihre Landsfrau Caitlin Howard zu folgen. Wie Cruz in der Hinrunde weit von ihrer Bestform entfernt, können die 24-Jährige inzwischen nur noch Verletzungen davon abhalten, in der ersten Elf aufzulaufen. In Jena schaltete sie gemeinsam mit der zweiten Innenverteidigerin Virginia Kirchberger die gefährliche Stürmerin Christiane Gotte aus – und begeisterte so ihre Trainerin. „Was Caitlin heute geleistet hat, war ganz stark“, schwärmte Schulte.

Das hört sich ja schon nach einer Lobeshymne an. Die beiden Polinnen werden es verkraften, mal selbst in den Schatten gestellt worden zu sein. . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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