Bösel Dass der Böseler Kegelclub „Scharfe Kante“ im 50. Jahr seines Bestehens eine ruhige Kugel schiebt, ist nicht zu erwarten. „Gekegelt wird noch immer“, sagt Karl Albers. Gemeinsam mit seinen Kollegen konnte er jetzt auf das große Jubiläum im Gasthof Sommer anstoßen.

Von Schere auf Bohle

Dort hatte alles auch seinen Anfang genommen im Jahre 1967 – und zwar durch den Fußball. Nach den Begegnungen gingen die jungen Böseler Fußballer noch in den Gasthof Sommer, um einige Runden zu kegeln. Und im Nu war der Kegelclub „Scharfe Kante“ geboren. Offiziell wurde der Verein am 30. Januar 1967 ins Leben gerufen.

Zu Beginn wurde auf der alten Scheren-Bahn gekegelt. Ein Jahr später wurden zwei neue Bohle-Bahnen gebaut.

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Von den Gründungsmitgliedern sind heute noch Ulrich Boneß, Heinrich Höffmann und Georg Pleye dabei. Heinrich Höffmann war 40 Jahre Kassierer, Georg Pleye zehn Jahre Kegelvater. Erster Kegelvater war Helmut Hempen. Insgesamt hatte der Kegelclub acht Kegelväter, heute hat Werner Schütte diesen Posten inne.

Zwölf Mitglieder

Am Anfang trafen sich jeden Dienstag zehn Männer zum Üben. Der Termin ist geblieben, jede Woche wird ein Wochenmeister ausgespielt. Heute zählt der Verein aber zwölf Mitglieder. Neben den drei genannten Gründungsmitgliedern und Kegelvater Werner Schütte sind das Karl Albers, Herbert Menke, Hugo Stemmer, Bernhard Thole, Bernhard Lamping, Joachim Vössing, Hans Brunnberg und Hermann Bunten. Das Durchschnittsalter beträgt heute 72 Jahre. „Bei der Gründung war es mit 27 genau umgekehrt“, berichtet Karl Albers.

Ab 1970 wurde aus gemütlichen Kegelabenden nach dem Kicken mehr: Die Kegler nahmen an Punktspielen teil, die Erfolge blieben nicht aus: Zweimal wurde der Aufstieg (Bezirksliga) geschafft.

SKV gegründet

Ab 1984 zog sich der Verein vom Leistungssport zurück. Einige Kegler spielten in einer Spielgemeinschaft Kreis Cloppenburg weiter. Schließlich gründete man 1989 den Sportkegelverein. Ein Organisationsteam, bestehend aus Willehard Gründing, Heinz Deeken und Karl Albers, bereitete alles vor, 19 Mitglieder machten mit. Heute ist dieser Verein gut aufgestellt, die erste Mannschaft kegelt in der Verbandsoberliga Niedersachsen, die zweite in der Bezirksoberliga. Priorität wird auf die Jugendarbeit gelegt. Im vergangenen Jahr konnte mit Nadine Lapke eine Deutsche Meisterin in der B-Jugend gestellt werden.

Fein säuberlich geführt werden die Kegelbücher bei der „Scharfen Kante“: Für jedes Jahr gibt es eins, in dem Wochenmeister, Fehlzeiten und Geburtstage festgehalten sind. Selbstverständlich sind alle Kegelbücher noch vorhanden und dokumentieren so handschriftlich 50 Jahre reges Kegeltreiben.

Geselligkeit top

Die „besseren Hälften“ sind zwar beim Kegeln nicht dabei, aber gerngesehene Gäste bei den geselligen Anlässen. Diese führten die Kegelbrüder schon nach Luxemburg, Frankreich, Polen, in den Harz oder an Rhein und Mosel. Zum festen Ritual zählt auch das Vermessen und Begießen der drei Eichen. Die wurden 1984 im Dorfpark gepflanzt. Am ersten Samstag im November steht ein Schaf auf dem Speiseplan, im Dezember gibt es ein Aalessen.

Kontakte gibt es auch zur Partnergemeinde Dippoldiswalde. Es gab schon Vergleichskämpfe bei Besuchen in Dippoldiswalde oder beim Gegenbesuch in Bösel.

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