Cloppenburg Normalerweise kommt ja erst die Pflicht und dann die Kür: Aber im Fall der Fußballerinnen des BV Cloppenburg soll auf eine verpatzte Kür ein Pflichtsieg folgen. Mit einem Erfolg im Zweitliga-Spitzenspiel gegen Werder Bremen hätte sich das Team der Trainerinnen Tanja Schulte und Imke Wübbenhorst am Sonntag selbst zum Titelanwärter Nummer eins küren können. Der Versuch ging bekanntlich schief, das Spiel mit 1:4 verloren. Nun folgt die Pflichtaufgabe, es geht um den Einzug in die dritte DFB-Pokal-Runde. Beim Oberligisten Union Meppen tritt der BVC an diesem Donnerstag (19.30 Uhr) als klarer Favorit an.

„Wir brauchen jetzt einfach ein Erfolgserlebnis“, sagt Trainerin Schulte, deren Team schon in der ersten Runde gegen eine Mannschaft mit dem Namen „Union“ gespielt hatte. Mit 6:1 setzte sich der BVC bei Union Berlin durch.

„In der Liga haben wir noch nicht das gezeigt, was wir können“, räumt Schulte ein, die wohl nicht das Risiko eingehen wird, die noch immer angeschlagene Eve Chandraratne einzusetzen. Von der jungen Ärztin abgesehen, stehen Schulte aber alle Spielerinnen zur Verfügung.

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Die 41-Jährige hofft, dass ihrem Team nun in Meppen „vieles im spielerischen Bereich gelingt“. Auch eine Stärkung des Selbstvertrauens ihrer Spielerinnen soll die Partie im Emsland mit sich bringen. „Wir werden den Gegner nicht unterschätzen. Wir wissen ja auch, dass bei Union einige Ehemalige des SV Meppen spielen. Aber wenn alles normal läuft, sollten wir die dritte Runde erreichen.“

Und das Erreichen der dritten Runde könnte nicht nur wegen der damit verbundenen Prämie vom DFB attraktiv sein. Bei der Auslosung wird es keine regionale Aufteilung mehr geben, und Zweitligisten, die auf ein Erstliga-Team treffen, spielen auf jeden Fall zu Hause. Das heißt, dass der BVC einen prominenten Gast und entsprechend viele Zuschauer begrüßen könnte.

Aber zunächst einmal soll ein Erfolgserlebnis in Meppen die Stimmung beim BVC anheben. Vorsicht ist allerdings geboten: Schließlich kennen sich die Emsländerinnen mit Erfolgserlebnissen aus. In der vorherigen Saison wurde Union Meppen zunächst Sieger der Oberliga-West-Staffel, gewann dann das Duell um die Niedersachsenmeisterschaft, um sich dann auch noch den Niedersachsenpokal zu sichern. Dennoch spielt das Team weiterhin in der Oberliga, für einen Regionalliga-Aufstieg fehlte der nötige Unterbau.

Und ähnlich wie beim BVC läuft es für die Emsländerinnen in der Meisterschaft nicht rund. Auch sie haben eine ausgeglichene Bilanz. Während der BVC auf zwei Siege und zwei Niederlagen verweisen muss, sind es bei Union zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Dass sich die beiden Mannschaften mit der ausgeglichenen Bilanz ein ausgeglichenes Duell liefern werden, ist dennoch nicht zu erwarten. Schließlich braucht der BVC unbedingt dieses Erfolgserlebnis und wird dementsprechend Gas geben.

->  Das nächste Punktspiel steht für den BVC erst am 16. Oktober zu Hause gegen den SV Henstedt-Ulzburg an.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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