Cloppenburg Wie es sich anfühlt, bereits nach drei Spieltagen unter großem Druck zu stehen, wissen sie bei Werder Bremen spätestens seit dieser Saison genau. Wenn die Fußballerinnen der Grün-Weißen an diesem Sonntag (14 Uhr) beim BV Cloppenburg antreten, sind es allerdings nicht die Gäste, die eine weitere Niederlage fürchten müssen. Schließlich sind die Spielerinnen des SVW ganz im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen hervorragend in die Saison gestartet. Nach drei Siegen in drei Spielen können sie dem Duell mit dem BVC entspannt entgegensehen, während für die Cloppenburgerinnen gilt: verlieren verboten. Mit bereits einer Niederlage auf dem Konto und nach zuletzt vor allem spielerisch nicht gerade überzeugenden Leistungen, sagt Trainerin Tanja Schulte: „Wir sind dazu verdammt, nicht zu verlieren. Sonst hätten wir schon sechs Punkte Rückstand und es nicht mehr selbst in der Hand, an Werder vorbeizuziehen.“

Und die Hoffnungen auf den Aufstieg sollen schließlich nicht schon zu Beginn der Spielzeit deutlich schrumpfen. Ist doch zumindest nicht absehbar, dass die mit neun Punkten und 12:3-Toren gestarteten Hansestädterinnen viele Punkte liegen lassen werden.

Für Schulte ist aber nicht nur die Tabellensituation wichtig: „Wir haben im Spiel gegen Meppen Fußball gekämpft, im Duell mit Wolfsburg II nur 25 Minuten klasse gespielt und in Gütersloh nicht überzeugt. Da wäre es an der Zeit, mal wieder spielerische Elemente in den Vordergrund zu stellen.“

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Schließlich habe ihre Mannschaft in der Vorbereitung gezeigt, dass sie sich auch aus schwierigen Situationen spielerisch befreien könne. Und auch im Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten PEC Zwolle, das der BVC am zurückliegenden Sonntag 2:0 zu Hause gewann, lief es gut. „Aber wenn es um etwas geht, haben anscheinend einige Kötel in der Hose“, sagt Schulte, womit sie den Bogen zu einem weiteren Punkt schlägt, der ihr vor der Partie wichtig ist: „Wir haben in der letzten Saison beide Spitzenspiele gegen den MSV Duisburg verloren, nun sollten wir mal zeigen, dass wir auch Topspiele gewinnen können.“

Wer Eve Chandraratne in Zweikämpfen gesehen hat, weiß, dass sie nicht gerade besonderer Ängstlichkeit verdächtig ist. Die Ärztin ist bekannt dafür, sich immer voll reinzuhauen. Umso ärgerlicher wäre es für Schulte, wenn sie auf Chandraratne aufgrund von Adduktoren-Problemen verzichten müsste. „Hinter ihrem Einsatz steht ein Fragezeichen. Zudem leidet Dominika Wylezek an einer Sommergrippe“, berichtet Schulte, die ihren Spielerinnen am City-Fest-Wochenende ein striktes Alkoholverbot auferlegt hat.

Auch ohne Chandraratne würde die BVC-Trainerin wohl dazu tendieren, wieder mit zwei Sechsern zu spielen. „Die Grundausrichtung wird defensiver sein. Im Spiel gegen Wolfsburg II sind wir in Kontersituationen geraten.“

Außerdem wird der Werder-Sturm nicht nur für ein laues Lüftchen sorgen: „Stefanie Sanders und Cindy König sind für mich das Top-Sturmduo der Liga“, stellt Schulte klar. Außerdem spielt für den Bundesliga-Absteiger mit Marie-Louise Eta (vormals Bagehorn) eine ehemalige BVC-Spielerin, die nicht nur technisch einiges drauf hat.

Da könnte es sein, dass Hilfe von draußen vonnöten ist. Und weil sich schon große Abordnungen zweier Vereine angekündigt haben, freut Schulte sich auf eine gut gefüllte Tribüne. Sollte am Ende auch das BVC-Punktekonto aufgefüllt sein, wäre die Freude sogar noch größer . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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