CELLE /CLOPPENBURG Den Klassenerhalt hat das Team noch nicht abgeschrieben. Um ihn möglich zu machen, fehlt aber noch ein überraschender Sieg – zum Beispiel heute Abend beim Tabellenvierten.

Von Oskar Grote CELLE/CLOPPENBURG - Noch könnte der Plan aufgehen, mit dem Trainer Bernd Neumann die Zweitliga-Handballerinnen des TV Cloppenburg vor dem Abstieg retten will. Vor gut drei Wochen hatte er vorgerechnet, dass für den Klassenerhalt zwei Heimsiege, ein Auswärtssieg und eine Sensation nötig seien.

Den ersten Heimsieg hat der TVC vor acht Tagen beim 28:25 über Teutonia Riemke eingefahren. Der Auswärtserfolg ist durch das 26:22 beim VfL Oldenburg II auch auf der Habenseite. Fehlt die Sensation, denn der Heimsieg soll am letzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten TuS Lintfort gelingen.

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Ob die Sensation für heute Abend geplant ist, wenn Cloppenburg um 19.30 Uhr beim Tabellenvierten SV Garßen-Celle antritt? Bernd Neumann lächelt: „Wir fahren nicht, um die zwei Punkte abzuliefern. Aber wir wissen, wie schwer die Aufgabe wird.“

Ein Sieg des Zwölften in Celle wäre nicht nur wegen des Tabellenstandes eine kleine Sensation. Auch die vergangene Woche hat kaum zu einer störungsfreien Vorbereitung beigetragen. Wie berichtet, erhalten Trainer Neumann, Sabine Göttke und Esther Batke für die kommende Saison keine Verträge.

Dennoch rauften sich die TVC-Frauen im Training zusammen. „Wenn wir eine Chance gegen Celle haben wollen, müssen wir versuchen, das Tempospiel des SVG zu unterbinden. Lassen wir sie laufen, schießen sie uns ab. Deswegen dürfen wir uns auch nicht scheuen, unattraktiven Handball zu zeigen. Die Zuschauer müssen uns egal sein“, gibt Neumann als Devise aus. Wenn die Cloppenburgerinnen an ihre Stärken glaubten, sei auch Celle nicht unschlagbar.

Stark ist der Vierte dennoch, das wissen die Frauen aus dem Hinspiel: Nach einer laufintensiven ersten Halbzeit führte Celle im November mit 19:10. Im zweiten Durchgang hielt der TVC das Spiel offen, unterlag aber mit 23:32.

Dass die Cellerinnen ob der sicher scheinenden Qualifikation für die Play-Offs die Partie gegen Cloppenburg auf die leichte Schulter nehmen glaubt Neumann nicht. „Celle hat noch Chancen auf den dritten Rang. Den wollen sie nicht aus den Augen verlieren. Außerdem könnte das Team den vierten Platz theoretisch noch verlieren. Den wollen sie gegen uns sicher festmachen", erwartet Neumann einen motivierten Gegner.

Aber auch um die Motivation seiner Mannschaft, die bis auf die schwangere Monika Puczek-Iwanicka in Bestbesetzung aufläuft, braucht sich der Trainer keine Gedanken zu machen. Der direkte Klassenerhalt ist zwar nur noch rechnerisch möglich – zu schlecht scheint das Torverhältnis. Das Erreichen des Relegationsplatzes 11, auf dem bislang der TuS Lintfort steht, ist aber bei vier Punkten Rückstand durchaus drin. Und dieses Ziel haben die Cloppenburgerinnen noch nicht aufgegeben.

„Wir ziehen Motivation aus der Hoffnung, noch etwas zu erreichen, was uns keiner mehr zutraut. Wir haben uns viel vorgenommen. Wir wollen dem TVC ein positives Geschenk zum Saisonende machen. Obwohl wir das eigentlich mit dem Aufwärtstrend der vergangenen Wochen schon gemacht haben", sagt Neumann.

Nach der vereinsintern turbulenten Woche war der Coach auch als Psychologe gefragt, nicht nur als sportlicher Leiter. Fragen zur Zukunft des TVC oder der Mannschaft, lässt er indes unbeantwortet im Raum stehen. „Ich möchte mich nicht an Spekulationen beteiligen. Ich bin bis Saisonende Trainer, was dann passiert steht nicht in meiner Macht", sagt Neumann.

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