Altjührden /Cloppenburg Die Oberliga-Handballer des TV Cloppenburg haben am vergangenen Wochenende beim Tabellendritten SG VTB/Altjührden 28:27 (19:15) gewonnen. Ausgerechnet in der Manfred-Schmidt-Halle, die auch ehrfürchtig als „Hölle des Nordens“ bezeichnet wird, blieb die Cloppenburger Mannschaft von Trainer Barna-Zsolt Akacsos so cool wie Revolverheld Wyatt Earp im Wilden Westen.

Auch einen Tag nach der Partie war Akacsos immer noch begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft: „Eigentlich habe ich in meinem Wörterbuch noch keinen Ausdruck dafür gefunden, wie stolz ich wirklich auf die Jungs bin.“

Dass die Cloppenburger bei diesem Gastspiel so eine starke Leistung hinlegen würden, war im Vorfeld nicht zu erwarten gewesen. Zumal die SG/VTB zum Zeitpunkt des Duells mit dem TVC in eigener Halle seit über einem halben Jahr ungeschlagen war. Doch die Cloppenburger sollten sich in der „Hölle“ nicht die Finger verbrennen. Obwohl sie personell nicht mit dem kompletten Kader anreisten. Niels-Uwe Hansen fehlte aus beruflichen Gründen. Beim Aufwärmen signalisierte Mark Schulat, dass es nicht geht. „Bei Matthias Andreßen verhielt es sich ähnlich. Er konnte wegen Problemen mit der Patellasehne auch nicht spielen “, berichtete der TVC-Trainer.

Der ehemalige Spieler von Steaua Bukarest musste umstellen. So lief Jannis Koellner in der Mitte auf. Ein Schachzug, der aufging wie ein Hefezopf. „Jannis hat das Team super geführt“, so Akacsos. Auch andere Akteure im Team des TV Cloppenburg ließen sich von der Stärke des Gegners und der Lautstärke der SG-VTB-Anhängerschaft nicht umhauen.

Zur großen Freude des Cloppenburger Trainers. „Wie wir gespielt haben mit viel Tempo und Selbstvertrauen, das war schon top. Altjührden hat im gesamten Spiel nur einmal geführt, das war gleich am Anfang gewesen“, so Akacsos. Ole Harms und Erik Gülzow lieferten laut dem TVC-Coach eine überragende Partie ab.

Auch Vincent Saalmann habe stark gespielt. „Aber insgesamt muss ich der ganzen Truppe ein Riesenkompliment machen. So ein Sieg wird unser Selbstvertrauen weiter stärken. Da bin ich mir ganz sicher“, sagte Akacsos. Ein Sonderlob vom Cheftrainer bekamen auch die mitgereisten TVC-Fans: „Das war vom Allerfeinsten, wie sie uns unterstützt haben.“

An diesem Montag steht kein Training auf dem Programm, sondern Regeneration. „Wir gehen Schwimmen und in die Sauna. So ein Erholungstag ist wichtig nach so einem kräftezehrenden Spiel“, so Akacsos.

spielstatistik

Kader TVC: Buschmann, Legler - Koellner (2), Harms (10), Borchert (1), Danielzik, Gülzow (8), Andreßen, Schulat, Köhler, Saalmann (6/1), De Raad (1), Lugosi, Imhorst.

Zwischenstände: 2:3, 6:9, 10:14, 15:19 (Hz) – 17:21, 19:22, 23:25, 26:27, 27:28 (Endstand).

Erhaltene Siebenmeter: 5.

Davon verwandelt: 1.

Zwei-Minuten-Strafen: Ole Harms, Janik Köhler (2).

Gelbe Karten: Ole Harms, Erik Gülzow, Janik Köhler.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.