Altenoythe /Essen Zehn gelbe und eine rote Karte sowie sieben Treffer – die Fußball-Bezirksligapartie zwischen dem SV Altenoythe und dem BV Essen hatte in jeder Beziehung etwas zu bieten. Eine Überraschung bot sie auch, denn die Hausherren gewannen gegen den Titelaspiranten mit 4:3 (2:1).

Nicht unverdient, allerdings fühlten sich die Gäste vom Unparteiischen André Gantschnig (Edewecht) arg benachteiligt – nicht nur der sechs gelben Karten wegen. Vor allem die rote Karte für Maximilian Eckelmeier – knapp neun Minuten im Spiel – nach Gerangel (angedeuteter oder vollzogener Kopfstoß?) gegen Stefan Brünemeyer (sah die gelbe Karte) brachte die Gäste richtig in Wallung. Die Partie drohte zu eskalieren, die Unparteiischen mussten schlichten und entschieden erst nach minutenlanger Beratung. Als in der 85. Minute der herausragende Dio Ipsilos im Strafraum hart angegangen wurde, der Elfmeterpfiff ausblieb, war der Gast endgültig bedient.

Fußball wurde bis dahin auch gespielt und das sehr gut. „Wir mussten gegen Essen tief gestaffelt agieren, auf Konter lauern und unsere Vorteile bei Standards nutzen“, sagte Altenoythes Spielertrainer Christian Hillje, der den Hut vor der Leistung seiner Mannschaft zog. Im ersten Abschnitt ging die Taktik auf.

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Essen, spielerisch und läuferisch überlegen, fand kaum Anspielstationen im Angriff. Altenoythe versuchte es häufig mit weiten Bällen und kam zu einigen Eckbällen. Die fünfte Ecke brachte Thorsten Hagels maßgerecht auf Andre Brünemeyer, der zum 1:0 einköpfte. (20.). Quasi vom Mittelanstoß weg schien Steven Bentka die Antwort parat zu haben. Sein Tor wurde wegen Abseits aber zurecht nicht anerkannt. Überraschend und kurios zugleich erhöhte Altenoythe auf 2:0. Stefan Brünemeyers Freistoß aus mehr als 30 Metern ließ Torwart Christian Ahrens passieren.

Doch Essen war nicht geschockt. Michael Schaubert legte von der linken Seite aus geschickt auf Ipsilos zurück, der auf 1:2 verkürzte (30.). Zwei Minuten später jubelte der Torjäger erneut, aber hier lag eine Abseitsstellung vor. Beste Unterhaltung war garantiert – auch unmittelbar vor der Pause, als Stefan Brünemeyer, statt selbst zu vollenden, den noch besser postierten Kevin Tholen bediente, der den Ball am leeren Tor vorbei legte – unglaublich.

Eher unglaublich ging es im zweiten Abschnitt weiter. Zwei Minuten waren gespielt, da traf Ipsilos aus spitzem Winkel zum 2:2. Sollte der Gast der Favoritenrolle gerecht werden? Altenoythe blieb cool, nutzte Essener Abwehrschwächen aus und markierte das 3:2 durch Patrick Cuper nach Traumkombination über Bernd Banemann und Artur Lazowski, dem besten Altenoyther an diesem Tag (50.). Im Handballmodus ging es weiter. Toni Rendic setzte sich rechts durch, bediente Bentka, der mühelos das 3:3 markierte (53.).

Aber Altenoythe konnte sich auf seine Stärken bei Standards verlassen: Freistoß von Stefan Brünemeyer, Kopfball Banemann – 4:3 (60.). Dass dies der Endstand sein würde, hätte kaum ein Zuschauer für möglich gehalten. Aber die Partie wurde immer hektischer und verbissener geführt und somit gab es kaum noch Möglichkeiten, die Trefferflut fortsetzen . . .

Tore: 1:0 A. Brünemeyer (20.), 2:0 St. Brünemeyer (25.), 2:1, 2:2 Ipsilos (30., 47.), 3:2 P. Cuper (51.), 3:3 Bentka (54.), 4:3 Banemann (61.).

SV Altenoythe: Wittstruck - Tholen, D. Cuper, A. Brünemeyer, Menke, P. Cuper, Hagels (86. Lücking), Banemann, Lazowski (71. Blancke), St. Brünemeyer, M. Brünemeyer (68. Hillje).

BV Essen: Ahrens - Akbulut, Biermann, Alberding, Steinkraus, Rendic, Djouda, Schaubert, Orke (66. Eckelmeier), Bentka, Ipsilos.

Schiedsrichter: André Gantschnig (Edewecht).

Rote Karte: Eckelmeier (75., BVE).

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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