HASTEDT HASTEDT/SZE - Fehlende Abgeklärtheit in der Offensive und viele leichte Fehler haben den Handballerinnen des BV Garrel am Sonnabend eine deutliche Niederlage beim Hastedter TSV eingebracht. Das 28:36 im zweiten Regionalliga-Auswärtsspiel der Garrelerinnen ist nicht nur „völlig verdient“, wie Trainer Andreas Espelage sagt, sondern „hätte durchaus noch höher ausfallen können. Wenn nur zwei Spielerinnen Normalform zeigen und der Rest kaum an 50 Prozent der eigenen Leistungsfähigkeit herankommt, kann man so ein Spiel nicht gewinnen.“

Dabei lief es in der ersten Hälfte gar nicht so schlecht für den BVG. Zwar ging Hastedt mit 3:0 und später 5:2 in Führung, die Gäste hielten aber gut dagegen. So glich Garrel nicht nur aus (5:5), sondern erkämpfte sich gar die Führung (8:7). Dann unterliefen den Spielerinnen des Trainerduos Andreas und Hillu Espelage allerdings die ersten unnötigen Fehler.

„Da haben wir die Fehler gemacht, die wir mit aller Macht vermeiden wollten, um den Gegner nicht zu Tempogegenstößen einzuladen“, analysiert Andreas Espelage. „Wir haben unüberlegt und zu früh versucht abzuschließen.“ Der Bremer Stadtteilclub nutzte die Fehler und zog bis zur Pause auf 17:13 davon. „Das war aber noch gar nicht so schlimm“, sagt Espelage. „In der Pause war nichts von Resignation zu spüren, und ich hatte das Gefühl, dass wir noch gewinnen können. Was allerdings dann in den ersten Minuten der zweiten Hälfte passiert ist, kann ich mir nicht erklären. Das war die schwächste Halbzeit seit dem Spiel gegen Elsfleth in der vorigen Saison.“

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Die Garrelerinnen gingen vor des Gegners Kreis ins Positionsspiel und „schafften es nicht einmal, den Ball von links nach rechts zu kriegen, ohne das jemand versuchte, gleich wieder abzuschließen“, moniert Espelage. Erfolgreiche Abschlüsse kamen so kaum zustande, dafür umso mehr erfolgreiche Tempogegenstöße der Hastedterinnen. „Wir haben die Hastedterinnen so durchgewinkt, wie der Polizist auf der Verkehrsinsel“, löste die Leistung seines Teams bei Andreas Espelage Galgenhumor aus. Allein die Torhüterinnen Steffi Aumann und Astrid Benoni verhinderten einen noch höheren Rückstand.

Nach 47 Minuten stand es 31:20 für den HTSV, und das Garreler Trainerduo musste eine Auszeit nehmen, um noch Schlimmeres zu verhindern. „Es deutete sich zu dem Zeitpunkt eine Klatsche an, da mussten wir reagieren“, sagt Espelage.

Und die Auszeit lohnte sich. Garrel kam wieder bis auf 27:33 heran. Das 28:36-Endergebnis stimmte Andreas Espelage letztendlich aber auch nicht mehr versöhnlich. „Wenn das so weitergeht, entwickeln wir noch eine Auswärts-Phobie. Zum Glück spielen wir nächsten Sonnabend zu Hause gegen Werder – und bis dahin werden wir richtig viel arbeiten.“

BV Garrel: Aumann, Benoni – Musche (12/4), Bruck (4), Bohmbach (4), Viering (4/1), Voßmann (2), Gerdes (1), Högemann (1), Rolfes, Janssen.

Siebenmeter: Garrel 7/7

Zeitstrafen: Garrel 3

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